Die Toten Hosen lassen zum 40. Jubiläum in Wien die Kuh fliegen

Kultur

Am 2. Juli 2022 werden Die Toten Hosen im Rahmen ihrer „Alles aus Liebe“-Tour in der Krieau in Wien Station machen

April 1982: Im Bremer Schlachthof tritt eine Düsseldorfer Punk-Band zu ihrem ersten Konzert an. Mit „Die Toten Hasen“ kündigt der Veranstalter den bunt gekleideten Haufen an. Ein Irrtum, der in die Geschichte der deutschen Rockmusik eingeht. Denn die Musiker nenen sich eigentlich Die Toten Hosen und steigen in den folgenden 40 Jahren mit mehr als 14 Millionen verkauften Tonträgern zu einer der wichtigsten deutschen Bands auf.

2022 feiern Campino und seine Freunde dieses Jubiläum mit der „Alles aus Liebe“-Tournee, die sie und einige Gastmusiker am 2. Juli zu einem KURIER-Konzert in die Wiener Krieau führen wird.

„Wir können es kaum erwarten, dass es wieder losgeht“, lässt die Band ihre Fans wissen. „Dem Anlass angemessen möchten wir uns natürlich als perfekte Gastgeber erweisen. Deshalb sind wir jetzt schon mitten in den Vorbereitungen, um zu unserem runden Geburtstag gemeinsam mit den Gästen und euch ordentlich die Kuh fliegen zu lassen!“

Wer Die Toten Hosen kennt, weiß, dass das kein leeres Versprechen ist. Zwar können sie mit Hits wie „Hier kommt Alex“, „Tage wie diese“ und „Steh auf, wenn du am Boden bist“ beeindruckende Plattenverkäufe vorweisen – ihre größte Stärke war aber immer die Liveshow, bei der Campino, die Gitarristen Michael „Breiti“ Breitkopf, Andreas „Kuddel“ von Holst, Bassist Andi Meurer und Drummer Vom Ritchie, über all die Jahre das Energie-Level nicht nur halten, sondern sogar noch steigern konnten.

JKP/ Carla Meurer

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Campino glaubt, dass die Fans daran großen Anteil haben. „Letztendlich wird bei uns der Konzertabend zur Hälfte vom Publikum bestritten“, erklärte er vor einigen Jahren im KURIER-Interview. „Wie alle da zusammen feiern und gemeinsam den Moment zelebrieren – das ist das, was den Reiz des Abends ausmacht. Es geht ja bei uns weniger um die Hits, sondern eher darum, was für eine Stimmung herrscht. Das ist der Grund, warum die Leute sagen: Letztes Mal hat es Spaß gemacht, war lustig und hat eine Energie gehabt, das wollen wir uns noch einmal geben.“

Gleichzeitig sehen Die Toten Hosen es auch als Verpflichtung, bei jedem Konzert genau diese Energie zu liefern: „Du musst Abend für Abend – wie auch ein Theaterschauspieler – deine Rolle neu finden und immer wieder den Zugang zu diesem Moment finden, an dem du etwas aussendest. Es kann nicht sein, dass ,Hier kommt Alex’ so gespielt wird, als hätten wir das schon 1000 Mal gespielt, was wir natürlich getan haben. Aber wir müssen es raushauen, als wär’s zum ersten Mal. Diese Einstellung, nehmen wir sehr ernst. Und wenn wir es nicht schaffen, ,Alex’ so zu spielen, dann müssen wir das Lied aus dem Programm nehmen.“

Stark gewandelt hat sich über die 40 Jahre die Haltung der Toten Hosen. Traten die Düsseldorfer zu Beginn der Karriere noch mit der für Punks typischen rebellischen, nonkonformistischen Attitüde auf, wuchsen sie nach und nach zu einer politisch und sozial interessierten Band, die sich stets kompromisslos gegen rechtsradikale Tendenzen und Diskriminierung jeder Art wendet.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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