Diebstahl aus dem MAK: Warum war das wertvolle Stück überhaupt dort ausgestellt?

Kultur

Dass das aus dem MAK gestohlene wertvolle Collier dort überhaupt ausgestellt war, hat eine durchaus interessante Vorgeschichte. Das Stück stammt nämlich nicht aus dem Bestand des MAK, sondern war Teil einer ungewöhnlichen Ausstellung – einer Kooperation des Bundesmuseums mit der Juwelierkette Van Cleef & Arpels. Das private Unternehmen präsentiert in der Ausstellung seine Schmuckstücke gemeinsam mit Sammlungsbeständen des MAK – international durchaus üblich, in Österreich ungewöhnlich.

Die Schau „Schmuckstücke“ wurde, betonte Museumschefin Lilli Hollein bei der Eröffnung gegenüber dem KURIER, in völliger Unabhängigkeit gestaltet. Das MAK profitiere dabei davon, dass die Schmuckobjekte „aufwendige Vitrinentechnik brauchen und wir mit unseren heiklen Objekten gute Bedingungen vorfinden“.

Die Schmuckobjekte, die überwiegend aus der historischen Sammlung des Unternehmens stammen, mit denen Van Cleef & Arpels seine seit 1906 gepflegte Goldschmiedekunst dokumentiert, sind zweifellos echte Preziosen, schrieb der KURIER in seiner Ausstellungskritik. Diese werden mit Sammlungsbeständen des Museums verschränkt: Ein fragiler Paravent von Kolo Moser, eine japanische Lackdose, ein riesiges graviertes Vorhängeschloss aus dem 16. Jahrhundert sind nur drei der rund 500 Attraktionen, die zu sehen sind.

Das gestohlene Collier wurde 1939 öffentlich getragen – von der ägyptischen Königin Nazli, die es aus Anlass der Eheschließung ihrer Tochter Fawzia mit dem iranischen Kronprinzen Reza Pahlavi. Mehr als 673 Diamanten sind darauf appliziert, insgesamt hat es 200 Karat und soll mehrere Millionen Euro wert sein.

In der Schau, die noch bis Ende September angesetzt ist, gibt es insgesamt starken Bezug zu Ägypten, es sind „viele Teile, die von Ägypten inspiriert wurden“ zu sehen, sagte die Präsidentin von Van Cleef & Arpels, Catherine Rénier, rund um die Eröffnung zum KURIER.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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