Zombie-Apokalypse während Drag-Party: Filmkritik zu „Queens of the Dead“

Kultur

Von Gabriele Flossmann

Im Genre des – gerne mit Gesellschaftskritik angereicherten – Survival-Horrors fühlen sich Zombies seit jeher am wohlsten. Aber daneben dürfte die Horror-Komödie sicherlich das zweitliebste Genre der nach Menschenfleisch lüsternen Untoten sein. Regisseurin Tina Romero knüpft mit diesem Spielfilmdebüt an das Zombie-Kino ihres Vaters – Regisseur George A. Romero – an, der für Genre-Klassiker wie „Night of the Living Dead“ (1968) und „Dawn of the Dead“ (1978) berühmt wurde. Nun begibt auch sie sich auf ebendiesen von Horror und Humor gesäumten Pfad, den ihr Vater – der zu Recht als Begründer des modernen Zombiefilms verehrt wird – geebnet hatte.

Im Mittelpunkt ihrer Horror-Komödie steht eine Drag-Party in einem Lagerhaus in Brooklyn, während der eine Zombie-Apokalypse ausbricht. Die Veranstalterin muss mit ihren Gästen und Freunden ums Überleben kämpfen. Die Eröffnungssequenz setzt zunächst einen trashigen Ton: Eine bei Tageslicht durch Brooklyn stöckelnde Drag Queen sucht vor dem anstehenden Partyabend noch eine Kirche auf und wird dort von einem Geistlichen mit metallic-grünlicher Haut gebissen.

Allerdings greifen die etwas affektiert wirkenden Gags der Dragqueens und die Horror-Elemente nicht wirklich ineinander. Das liegt vor allem am behäbigen Schnitt, der zu seltsamen Pausen zwischen den Dialogwitzen führt. In Momenten, in denen Emotionen zwischen Menschen und Zombies aufgebaut werden, die im Publikum Empathie aufbauen und damit auch unter ihre Gänsehaut gehen könnten, beharrt „Queens of the Dead“ darauf, eine möglichst überdrehte Horror-Comedy zu sein. Was wiederum dafür sorgen soll, dass sich grausliche Splatter-Momente nicht auf den Magen, sondern auf das Zwerchfell schlagen.

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INFO: USA 2025. 101 Min. Von Tina Romero. Mit Jaquel Spivey, Katy O’Brian.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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