Ex-Innenminister Einem ist verstorben

Politik

Der Salzburger war in zwei Amtszeiten unter Kanzler Franz Vranitzky tätig. Er wurde 73 Jahre alt.

Der ehemalige Innenminister und SPÖ-Politiker Caspar Einem ist einem Bericht des Standard zu Folge im 74. Lebensjahr verstorben. Auch Ex-SPÖ-Minister Thomas Drozda bestätigte den Tod bereits auf Twitter. Erst vor wenigen Tagen war Einem noch beim Forum Alpbach, dessen Vizepräsident er lange Jahre war, aufgetreten.

Einem, der eigentlich einem bürgerlichen Haushalt entstammte, galt in der SPÖ lange als Paradelinker. Erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er als Staatssekretär unter anderem für Beamtenagenden im Jahr 1994. Die turbulente Zeit begann aber danach, als Einem Innenminister wurde. Diese Zeit war von Machtkämpfen mit der Exekutive und dem Briefbomben-Terror von Franz Fuchs gekennzeichnet. Dessen Festnahme verbuchte dann schon Nachfolger Karl Schlögl, während Einem ins Wissenschafts- und Verkehrsressort gewechselt war.

Nach dem Aus der Großen Koalition ging er ins Parlament, wo er im SPÖ-Klub unter anderem als Europasprecher fungierte. Aus der Politik zog sich Einem schließlich 2007 zurück. Damals wurde er zum Vorstandsmitglied im Bedarfsflugunternehmen „Jetalliance AG“. Vor dem Einstieg in die Politik war der studierte Jurist unter anderem für die OMV im Gasgeschäft tätig gewesen. Auch bei der Austro Control war er aktiv und zwar im Aufsichtsrat.

Verdienste holte er sich bei der Aufarbeitung der Geschichte des Bundes Sozialdemokratischer Akademiker (BSA), dem er eine Zeit lang vorstand. Unter Einem wurde die Aufarbeitung der „braunen Flecken“, also die Integration ehemaliger Nazis in der Organisation, vorangetrieben.

Zur Parteipolitik äußerte sich Einem, der einst Wunschkandidat der Linken bei der Nachfolge Viktor Klimas war, in den vergangenen Jahren selten. Allzu glücklich war er mit der Performance der Bundespartei aber nicht. So meinte er heuer in einem Interview zur Vorsitzenden Pamela Rendi-Wagner: „Sie hätte nicht umgepolt werden dürfen auf SPÖ-Funktionärin mit Parteisprech.“

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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