Ex-Trump-Berater Bolton: „Ausmaß der Niederlage ist wirklich beinahe historisch“

Politik

Die Republikaner haben bei den US-Zwischenwahlen schwere Verluste erlitten. In der „ZiB2“ analysierten ORF-Korrespondentin Barbara Wolschek, Ex-Trump-Berater John Bolton und Finanzmarktexpertin Monika Rosen die Folgen für Donald Trump, den Iran-Krieg und die Wirtschaft.

Wolschek sprach von einer außergewöhnlich breiten Niederlage der Republikaner. „Die Demokraten haben ja Gewinne gemacht, von denen sie selber nie geträumt hätten“, sagte sie. Besonders auffällig sei gewesen, wie persönlich die Wahl gegen Trump geführt worden sei. Auch die massive Unterstützung durch Elon Musk habe nicht geholfen. „Der Schuss“ sei „nach hinten losgegangen“.

Druck auf Trump

Trump werde nun deutlich mehr Widerstand im Kongress erleben. Der Präsident sei zwar nicht machtlos, müsse aber mit Blockaden rechnen. Wolschek sprach von einer „Lame Duck“-Situation und sagte, reine Blockadepolitik sei „nicht fruchtbar“.

Der frühere Nationale Sicherheitsberater John Bolton wertete das Ergebnis als klare Abrechnung mit Trump. „Es war kein Votum für die Demokraten, sondern gegen Trump“, sagte er. Für die Republikaner sei das ein Signal, „dass sie die Trump-Ära hinter sich lassen müssen“.

Iran und Ukraine

Den Iran-Krieg sieht Bolton nicht als Hauptgrund für die Niederlage. Gleichzeitig warnte er vor der Unberechenbarkeit des Präsidenten: „Ich glaube, Donald Trump weiß es selbst noch nicht“, sagte Bolton über mögliche weitere Schritte im Iran.

Auch beim Ukraine-Krieg erwartet er keine Kursänderung. Trump wolle „gemeinsam mit seinem guten Freund Wladimir Putin der Ukraine einen Frieden aufzuzwingen“.

Folgen für Wirtschaft

Finanzmarktexpertin Monika Rosen sieht vor allem hohe Energiepreise als Belastung für die US-Bevölkerung. Die „gefühlte Teuerung“ spiele politisch eine große Rolle. Ein baldiges Ende des Iran-Kriegs würde die Spritpreise ihrer Einschätzung nach dennoch nicht sofort senken.

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Skeptisch zeigte sich Rosen auch bei der Handelspolitik. Trump könnte sich nun stärker internationalen Themen und neuen Zöllen zuwenden. Der größte wirtschaftliche Schaden sei derzeit „die hohe Unsicherheit“.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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