Nach Starlink-Anschlag: Litauen verstärkt Schutz kritischer Infrastruktur

Politik

Litauen verstärkt nach einem versuchten Brandanschlag auf Starlink-Ausrüstung den physischen und technischen Schutz an Standorten von kritischer Infrastruktur.

„Behandeln das als Sabotageakt“

Nach Angaben von Regierungschef Mindaugas Sinkevicius sollen die Sicherheitsvorkehrungen an mehr als 15 Einrichtungen erhöht werden. Nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius sprach er von zusätzlichen Kräften und Ressourcen.

Unter kritischer Infrastruktur versteht man all jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen kann. Dazu gehören beispielsweise Energie, Informationstechnik, Transport und Verkehr.

Sinkevicius begründete die Maßnahme mit der gescheiterten Brandstiftung auf das Gelände eines Unternehmens in Vilnius, das Ausrüstung für Anlagen des Satellitendienstes Starlink lagert. Die litauischen Behörden vermuten Russland hinter dem Anschlag. „Wir behandeln dies als Sabotageakt, und die Fahndung nach den Tätern läuft“, sagte der Ministerpräsident.

Brandanschläge auf Starlink-Anlagen

Nach Angaben von Sinkevicius wurden bei dem Vorfall Brennflüssigkeiten und Molotowcocktails verwendet, um das Firmengelände in Brand zu setzen. Doch habe ein Wachmann das Feuer rechtzeitig bemerkt, Löschmaßnahmen eingeleitet und die Feuerwehr alarmiert. Die Antennen seien nicht in Brand geraten und eine Steuereinheit nur leicht beschädigt worden, sagte der litauische Regierungschef.

Anlagen des Satellitendienstes Starlink waren zuletzt wiederholt zu Zielen von Saboteuren geworden – auch Polen und Bulgarien meldeten Brandanschläge. Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung gegen Russlands Angriffskrieg.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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