
Der August ist für Sportdirektoren normalerweise ein stressiger Monat, was natürlich mit dem offenen Transferfenster zusammenhängt. Doch Austrias Sportvorstand Tomas Zorn wirkt nicht gestresst. Das liegt vielleicht auch daran, dass sich bei den Violetten nicht mehr viel tun wird in dieser Transferzeit. Oder doch? Am Rande des Conference-League-Spiels in Braga verriet der 39-jährige Deutsche, was noch passieren müsste, damit die Austria noch aktiv werden würde. Außerdem sprach er über den aktuellen Kader, den jungen Weg und ein Missverständnis.
Letzteres gehört aufgeklärt. Zorn hat kürzlich bei einer Pressekonferenz von einer „Handlungsunfähigkeit“ der Austria gesprochen. „Das wurde medial anders ausgelegt, als es von mir gemeint war. Natürlich ist die Austria als Verein handlungsfähig. Meine Aussage hat sich ausschließlich auf unseren aktuellen Handlungsspielraum im sportlichen Bereich auf dem Transfermarkt bezogen. Dieser ist aufgrund unserer wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit begrenzt. Das ist aber etwas anderes, als von einer generellen Handlungsunfähigkeit des Vereins zu sprechen.“
Abgang unwahrscheinlich
Tatsächlich gibt es noch zwei Szenarien, in denen die Veilchen auf dem Transfermarkt aktiv werden können in diesem Sommer. Entweder man verkauft einen Spieler, dann kann man auch noch einen holen. Oder man qualifiziert sich für die Ligaphase der Conference League. „Wenn wir die Ligaphase erreichen sollten, eröffnet uns das natürlich zusätzliche Möglichkeiten. Dann werden wir gemeinsam bewerten, ob und wo eine weitere Verstärkung sportlich sinnvoll ist.“ Und auf welcher Position? „Denkbar wäre ein Spieler mit ausgeprägten Qualitäten in der Balleroberung auf der Sechs. Ebenso könnte ein Offensivspieler interessant sein, der uns mit seiner Präsenz und als Zielspieler noch einmal ein zusätzliches Profil gibt.“
Dass ein Spieler die Austria in den nächsten Wochen noch verlässt, hält Zorn derzeit für eher unwahrscheinlich. „Aktuell habe ich nicht das Gefühl, dass uns ein Spieler unbedingt verlassen möchte. Gleichzeitig gehört es zum Fußball, dass jederzeit ein interessantes Angebot kommen kann, mit dem man sich beschäftigen muss.“ Aus Geldgründen sei man jedenfalls nicht in der Situation, jetzt einen Spieler verkaufen zu müssen.
Es spricht also vieles dafür, dass die Austria mit dem aktuellen Kader in den Herbst geht. „Ich bin mit unserem Kader und seiner Entwicklung zufrieden“, sagt Zorn.
Anspruch und Aktie
„Gleichzeitig gehört es zu meiner Aufgabe, immer darüber nachzudenken, wo wir uns noch verbessern können. Im Leistungssport muss der Anspruch sein, sich permanent weiterzuentwickeln und nach dem nächsten Schritt zu streben. Wir haben einen ausgewogenen Kader und ich habe vollstes Vertrauen in die Spieler, die da sind.“ Den jungen Weg will Zorn fortsetzen. Das habe er schon bei seinen vorigen Stationen getan, „das ist der Weg, mit dem ich mich voll identifizieren kann.“
Ein Punkt, in dem sich alle einig sind, ist, dass Vasilije Markovic (18) die heißeste Transferaktie im violetten Stall ist. Der U17-Vizeweltmeister hat sich schnell zu einem festen Bestandteil der Kampfmannschaft entwickelt. „Er hat herausragende Qualitäten und wir sind wirklich froh, solche Spieler aus eigenen Reihen herausbringen zu können.“ Zorn bestätigt, dass immer wieder Anfragen für den Youngster eintrudeln, an einen Verkauf denkt er aber (noch) nicht. „Ich bin kein Freund davon, bei jungen Spielern voreilig zu handeln.“ Plan sei es, Markovic noch zumindest ein Jahr zu …read more
Source:: Kurier.at – Sport



