
Man stelle sich vor, die niederösterreichische Gemeinde Viehdorf würde die Bundesliga gewinnen. Ziemlich unrealistisch – zumindest in nächster Zeit. Denn die Mostviertler spielen in der 2. Klasse, rund 1.300 Menschen leben dort. So viele Einwohner hat auch Mjällby. Der schwedische Ort hat aber geschafft, wovon Viehdorf nur träumen kann: Der Klub wurde Meister und Pokalsieger.
Am Donnerstag (18 Uhr/Servus TV) trifft Mjällby im Play-off zur Europa League auf Salzburg.
Stadion: Mehr Kapazität als Einwohner
Gespielt wird allerdings im benachbarten Hällevik, wo alle Heimspiele ausgetragen werden. Das Stadion Strandvallen bietet Platz für 6.000 Zuschauer und damit mehr als viermal so viele Menschen, wie im Ort leben.
Sportlich trifft Salzburg auf ein „Mastermind“, wie Mjällby-Trainer Karl Marius Aksum gerne bezeichnet wird. Der 36-Jährige promovierte zum Thema visuelle Wahrnehmung im Fußball.
„Niemand auf der Welt hat sich so intensiv mit den Augenbewegungen von Fußballern beschäftigt wie ich. Dabei ist es im Fußball entscheidend, Informationen über seine Umgebung zu sammeln“, sagte Aksum unlängst.
„Dürfen Mjällby nicht unterschätzen“
Heuer läuft es beim Meister noch nicht rund. In der Ganzjahresmeisterschaft liegt Mjällby vier Punkte vor dem Relegationsplatz. Dafür tankte die Mannschaft am Wochenende Selbstvertrauen. Gegen Tabellenführer Sirius gelang nach 0:3-Rückstand noch ein 4:3-Erfolg.
Salzburg ist der Favorit, kleinreden will man Mjällby aber nicht. „Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen, nur weil er keinen großen Namen hat. Wir sind auf einen harten und aggressiven Gegner eingestellt, bei dem wir voll dagegenhalten müssen“, erklärte Mittelfeldmann Abubakr Barry.
Source:: Kurier.at – Sport



