Champions League: Porto als Störenfried im Konzert der Großen

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Der FC Porto fordert im Viertelfinale Chelsea – mit einer besonderen Philosophie. Das Hinspiel steigt am Mittwoch in Portugal.

Bayern, Dortmund, Madrid, Liverpool, Manchester City, Chelsea und Paris SG. Die großen Klubs Europas, die am liebsten unter sich sind, sind das im Viertelfinale der Champions League – aber nur fast. Denn es gibt einen Störenfried, der mit Juventus einen weiteren Großen aus allen Titelträumen gerissen hat: den FC Porto, der heute Mittwoch im Viertelfinal-Hinspiel Chelsea empfängt.

Die Portugiesen als kleine Nummer zu bezeichnen, würde der Klubhistorie nicht gerecht werden. Denn immerhin hat Porto die wichtigste Klubtrophäe der Welt zwei Mal gewonnen (1987, 2004) und damit genauso oft wie die vier Viertelfinalisten Dortmund (1997), Chelsea (2012), Manchester City und Paris SG zusammen.

Aber die Kräfteverhältnisse haben sich im vergangenen Jahrzehnt noch mehr in Richtung weniger absoluter Topklubs verschoben – gerade auch durch die Investoren aus dem arabischen Raum, aus Asien und den USA.

Porto war auch der letzte Klub aus einer kleineren Liga, der die Champions League gewinnen konnte. 17 Jahre ist nun her. Damals war Jose Mourinho Trainer bei Porto. Ihn zog es kurz nach dem Triumph zum FC Chelsea. Auch ein Großteil des Erfolgsteams wechselte ebenfalls in die englische Premier League oder eine andere Topliga.

Sprungbrett

Bei Porto blieb man der Klubphilosophie aber treu. Noch mehr: Die große Stärke wurde sogar noch ausgebaut. Portugals Vorzeigeklub gilt als das Sprungbrett für Spieler aus Südamerika in die finanzstärkeren Ligen Europas. Und das System funktioniert ähnlich gut wie jenes von Salzburg. Österreichs Serienmeister setzt allerdings auf die Entwicklung von Talenten aus Afrika. In den vergangenen zehn Jahren wurde von Porto ein Transferüberschuss von mehr als 400 Millionen Euro erwirtschaftet. Nur in einer einzigen Saison (2016/ 2017) waren die Ausgaben für Zugänge höher als die Einnahmen für Abgänge.

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Auch in dieser Saison wurde ein Plus von 55 Millionen Euro erwirtschaftet – hauptsächlich dank der 40 Millionen, die Premier-League-Klub Wolverhampton für Fábio Silva hinlegte. Das 18-jährige Sturmtalent war aber vergangene Saison bei Portugals Meister nur zu Kurzeinsätzen gekommen. Dass ein Großteil der Stammkräfte geblieben ist, zahlte sich zumindest in der Champions League aus. Wie vor zwei Jahren steht man im Viertelfinale. 2019 war Porto dann aber gegen Liverpool (1:4, 0:2) chancenlos.

Nun wartet mit Chelsea wieder ein Klub aus England. Dass die Londoner nicht unschlagbar sind, hat man am Samstag gesehen. Da setzte es mit dem 2:5 gegen West Bromwich die erste Niederlage unter Trainer Thomas Tuchel. Was für den Vorletzten der Premier League möglich ist, sollte für Porto machbar sein. Weiter als ins Viertelfinale sind die Portugiesen übrigens im Jahr des letzten Triumphes (2004) gekommen. Damals wurde Chelsea dann im Semifinale eliminiert.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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