David Alaba wird 30: Ein Mann im besten Fußball-Alter

Sport

Das Aushängeschild des österreichischen Fußballs hat fast die Hälfte seines Lebens im internationalen Topfußball verbracht. Eine Würdigung

Der 30er ist für so manchen eine Zäsur, oftmals auch der Beginn einer Krise. Zumindest aber ein guter Zeitpunkt, um ein Fazit zu ziehen: Was hat man erreicht, was steht noch auf der To-do-Liste?

Wenn man David Alaba ist, kann das Fazit eigentlich nur positiv ausfallen. Partnerin (Shalimar Heppner), Kind (Zion/2), Haus (diverse), Hund (Chasey) – privat hat der Wiener mit 30 viel erreicht.

Und beruflich läuft es bekanntermaßen ebenfalls gut. Zehnmal deutscher, einmal spanischer Meister, dreimal Champions-League-Sieger – und einer der besten Verteidiger der Welt.

Ja, er sei anfangs sicher „ein kleiner Schlawiner“ gewesen, gibt Alaba hin und wieder zu. Doch seine Überzeugung sei stets gewesen, immer Respekt vor den Älteren zu haben. „Ich wollte immer lernen, habe älteren Spielern viel zugehört.“

Damit ist der Wiener immer gut gefahren, seit er 2008 ins Jugendhaus des FC Bayern gekommen ist.

2001-2002

Vieles klappte bei David Alaba auf Anhieb und schon in sehr jungen Jahren: Mit dem Vereinsfußball startete er zwar verhältnismäßig spät. Als ihn sein Vater mit neun Jahren beim SC Aspern anmeldete, war aber schnell klar, dass er zu einem größeren Verein muss. Ein Jahr später landete er bei der Austria.

GEPA pictures/ Wolfgang Jannach

Alaba 2008 auf einem Trainingslager der Austria Wien

2006-2009

Dort wurde er schon mit 14 von deutschen Scouts beobachtet und mit knapp 16 in die Bayern-Akademie geholt. Fast sein halbes Leben ist Alaba nun schon im Ausland. Das war nicht immer leicht. Er sei „trotz Heimweh nicht nach Österreich zurückgekommen“, sagte Vater George in einem Video des FC Bayern, er habe „viel geopfert für die Karriere“. Und es machte sich bezahlt: Ein Jahr später trainierte er bereits bei den Profis mit.

  Rapid neu: Trainer Feldhofer hat die gewünschte Qual der Wahl

Kurier Grafik/OrtegaEPA/LUKAS BARTH-TUTTAS

Mit Thomas Müller am öftesten, mit Manuel Neuer am längsten am Feld. Müller soll einer der wenigen sein, die bei den Bayern Alabas Dialekt verstanden

2009-2010

Noch bevor er dort sein Debüt gab, ergriff der ÖFB mit dem damaligen Teamchef Didi Constantini die Chance und machte ihn im Oktober 2009 mit 17 Jahren und 112 Tagen zum österreichischen Nationalspieler. Vier Monate später spielte Alaba unter Louis van Gaal erstmals bei den Bayern-Profis. Wieder einen Monat später stand er erstmals in der Startelf der Bayern – gleich in der Champions League.

Kurier Grafik/Ortega

2010-2013

Nach halbjährigem Gastspiel in Hoffenheim (für mehr Spielpraxis) holte ihn Jupp Heynckes im Juni 2011 zurück zu den Bayern und machte ihn zum Stammspieler. Im Jahr danach standen die Bayern im Finale der Champions League, das Alaba wegen einer Gelbsperre verpasste. Er wäre wohl in der Startelf gestanden. Der bitteren Niederlage gegen Chelsea im „Finale dahoam“ folgte der Erfolg gegen Borussia Dortmund im Jahr 2013 – Alaba spielte durch.

Kurier Grafik/Ortega

Der Rest ist Geschichte und spiegelt sich in diversen nationalen und internationalen Pokalen und Meisterschalen wider. Und mit 30 scheint er gerade im besten Fußballer-Alter, um noch mehr zu erreichen.

Und um jungen Spielern zur Seite zu stehen, wie es einst die großen Bayern-Spieler bei ihm getan haben. „Als junger Spieler war ich für jede Hilfe bei den Profis sehr …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.