
Ein Italiener wird am Sonntag in Paris im Finale der Tennis-French-Open um den Titel im Männer-Einzel spielen. Der als Nummer zehn gesetzte Flavio Cobolli erreichte am Mittwoch mit einem 4:6,6:4,6:4,6:4 gegen den viertgereihten Kanadier Felix Auger-Aliassime ebenso sein erstes Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier wie danach sein ungesetzter Landsmann Matteo Arnaldi.
Arnaldi hatte es mit Matteo Berrettini zu tun, also mit einem weiteren Italiener. Der Start misslang ihm, doch nach dem 0:3-Rückstand diktierte der 25-Jährige das Spiel zusehends. Das entscheidende Break bedeutete den Satzgewinn. Bald nach Beginn des zweiten Durchgangs verletzte sich Berrettini, nach dem „medical time-out“ kündigte sich seine Aufgabe mehr und mehr an. Bei 7:5,5:2 für Arnaldi war es vorüber. „Es tut mir sehr leid für ihn“, meinte der Sieger in Richtung Berrettini. „Jetzt kommt die Rasen-Saison. Ich hoffe, er erholt sich bald.“
Arnaldi stößt in Top 35, Cobolli in Top Ten vor
Arnaldi stößt in der Weltrangliste nun in die Top 35 vor, als Nummer 104 war er nach Paris gereist. „Wenn man denkt, wo ich vor einem Monat war. Da war ich 150 in der Welt und habe dann einen Challenger in Cagliari gewonnen. Ab da habe ich mich besser gefühlt und habe gut trainiert.“ Die French Open würden ihm aber liegen, vor zwei Jahren war er bis ins Achtelfinale gekommen.“ Gegen Cobolli steht es im Head-to-Head auf ATP-Tour-Ebene 1:1, im Vorjahr in der zweiten Runde von Paris ging das Duell in vier Sätzen an Cobolli.
Der 24-Jährige hatte gegen Auger-Aliassime ab einem 1:3-Rückstand im zweiten Satz zurückgeschlagen und auch das dritte Duell mit dem favorisierten Kanadier (25) gewonnen. „Nach dem ersten Satz bin ich auf die Toilette, um nachzudenken, was ich ändern könnte“, sagte Cobolli. „Ich habe mir gesagt, dass ich kämpfen muss, denn das war die Chance meines Lebens.“
Cobolli wird in die Top Ten der Weltrangliste vorstoßen, auch deswegen ist es „die beste Woche meines Lebens“. Das auch, weil er ein Foto von sich mit der von PSG gewonnenen Trophäe der Fußball-Champions-League ergattert hat. „Aber es fehlt noch etwas, also muss ich weiterkämpfen.“ Der Erfolgslauf der Italiener ist noch umso bemerkenswerter, da der ursprüngliche Titelfavorit und Weltranglistenerste Jannik Sinner in der zweiten Runde ausgeschieden ist. Außerdem hatte der Ranking-Elfte Lorenzo Musetti für das Major verletzt absagen müssen.
Source:: Kurier.at – Sport



