Gegen die Athleten vom LASK: Wie Rapid körperlich aufgeholt hat

Sport

Vier Heimspiele hatte Didi Kühbauer als LASK-Trainer gegen seinen – immer noch – Herzensverein Rapid. Immer wurde am Ende in Linz gejubelt, zuletzt beim ebenso dramatischen wie vorentscheidenden 3:1 im Mai in der drittletzten Runde der Meisterschaft.

„Ich kenne zwar alle meine Torstatistiken, aber diese Bilanz hatte ich nicht im Kopf“, sagt Ercan Kara vor dem großen Liga-Hit am Sonntag, der ab 17 Uhr neben Sky auch vom ORF live übertragen wird. „Ich habe großen Respekt vor diesem Trainer, er hat mir die Chance auf der großen Bühne gegeben“, erinnert sich der Rapid-Stürmer, der, 2020 um nur 90.000 Euro von Horn gekauft, unter Kühbauer in Hütteldorf durchstartete.

„Wie bei allen Statistiken bilden auch diese null Punkte von Rapid gegen ihn nur die Vergangenheit ab. Aber es geht ums Heute und die Zukunft“, betont der 30-Jährige.

Rapid überholte den LASK 

Heute ist Rapid Tabellenführer, weil der LASK nach einem perfekten Start und dem Triumph gegen Celtic Glasgow in der Liga mit dem 1:2 gegen Sturm und dem 3:3 in Hartberg ins Straucheln kam.

Nach einer Erholungsphase während der Länderspielpause will der um zwei Punkte zurückliegende Doublesieger wieder an Rapid vorbeiziehen.

„Luxusproblem“ beim LASK 

Bei seinem Doppelsturm im kompakten 3-5-2 spricht Kühbauer von einem „Luxusproblem“: Zu Saisonbeginn hatte der 55-Jährige keinen Teamspieler im Angriff, jetzt sind es drei.

Weil Kalajdzic zurückgeholt werden konnte. Weil Lang mittlerweile für den ÖFB stürmt und gleich im Kosovo getroffen hat. Und weil Usor einen Ruf aus der Heimat erhalten hatte und sofort für Nigeria gegen Madagaskar traf.

  „Geschichte geschrieben“: Ronaldo würdigt Messi nach Argentinien-Abschied

Dazu hatte der körperlich stärkste Stürmer – US-Athlet Adeniran – Zeit, wieder ganz fit zu werden.

Kara wird immer fitter

Aber auch Johannes Hoff Thorup ist mit seinen Stürmern zufrieden, Kara dürfte wieder mit einem tiefer spielenden Tonni Adamsen zusammengespannt werden: „Die Kreativität von Tonni hilft uns sehr.“ Der Cheftrainer ist begeistert, wie sich Kara als Routinier körperlich noch einmal weiterentwickelt.

Bei den jüngsten Testungen hatten laut KURIER-Informationen von 20 Feldspielern 19 Kicker bessere Fitnesswerte als zu Saisonbeginn (den einen Absteiger hält der dänische Coach geheim).

Dennoch zeigt der Chefcoach großen Respekt „vor der LASK-Physis. Wir sind jetzt auf einem anderen Level als beim 1:3 – ich hoffe, dass die Lücke hier viel kleiner ist.“

Mit viel Ballbesitz, sauberen Kombinationen und Tempo soll den LASK-Stärken ausgewichen werden: „Wenn es mehr um Mann-gegen-Mann und Körperlichkeit bei Standardsituationen geht, sind sie besser. Aber wenn wir sie gut bewegen, sehe ich Chancen.“

Liverpool noch nicht im Blick 

Einig sind Hoff Thorup und Kühbauer, dass der Mittwochschlager gegen Liverpool in der Champions League den LASK bis zum Abpfiff gegen Rapid nicht beeinflussen wird.

Kühbauer: „Wenn einer dieses Spiel nicht wegschieben kann, ist er im falschen Film.“

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.