Warum das Duell zwischen den Vienna Capitals und Milano brisant ist

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Es wird ein spannendes Aufeinandertreffen am Samstagabend in der neuro-Arena der Vienna Capitals. Der HC Milano ist zu Gast, also genau jener Klub, dessen Aufnahme in die ICE Hockey League die Wiener in diesem Jahr verhindern wollten.

Der Liganeuling ist mit drei Siegen in drei Auswärtspartien gestartet und zeigte gleich, dass er ein Spitzenteam in dieser Saison sein wird. Im gesamten Kader stehen nur drei gebürtige Italiener, der Rest sind Legionäre und Doppelstaatsbürger. Fünf Spieler haben auch NHL-Erfahrung. Doch die sportliche Stärke war nicht der Hauptkritikpunkt an der Aufnahme der Mailänder.

Vielmehr störte einige Klubs, dass die Regeln der Liga für Mailand gebrochen worden sind. So gab es bis zum 30. Jänner keine Anmeldung und bis zum 15. März keine Abstimmung über die Aufnahme. Diese fand erst am 1. Juni statt. Und auch da gab es noch keinen Klub, nur ein Projekt, wie es ein Klubvertreter formulierte. Milano hatte keine Halle und keine Spieler. „Es wäre gut gewesen, wenn sie ein Jahr in die Alps Hockey League gehen und dann in die ICEHL kommen“, sagte etwa Wiens Geschäftsführer Lukas Garhofer. Bei der Abstimmung wurde mit einem 8:4 gerade noch die notwendige Zweidrittelmehrheit erreicht, da der Vertreter Vorarlberg nach einem befruchtenden Gespräch mit einem Befürworter direkt vor der Sitzung doch für die Aufnahme Mailands stimmte.

Finanzspritze für die Liga

Es war auch viel Geld aus der Lombardei im Spiel. Neben der Liga-Aufnahmegebühr von 150.000 Euro musste Milano für die drei Jahre Probezeit jährlich 150.000 Euro an Sponsorleistungen garantieren. Diese sollen auf 200.000 angehoben worden sein. Außerdem muss der Klub die Reisekosten der anderen Teams nach Mailand bezahlen. Die Vienna Capitals werden zum Beispiel zu den beiden Auswärtsspielen am 21. und 22. Oktober mit dem Flugzeug anreisen. Besonders spannend wird es in einem möglichen Play-off-Duell zwischen Mailand und einem Team aus Ungarn oder Wien, wenn alle zwei Tage gespielt wird.

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Bis zum Heimspiel am 9. Oktober gegen Innsbruck soll auch die temporäre Halle stehen. Die Fiera Ice Arena am Mailänder Messegelände kostete sieben Millionen Euro und soll mit einem Fassungsvermögen von knapp 4.000 Zuschauern nur drei Jahre Heimstätte sein. Dann soll eine neue große Eishockey-Arena stehen.

Der Grund für die Eile auf dem Weg in die ICEHL begründete Mailands Präsident Christof Leitner mit der Eishockey-Euphorie nach den Olympischen Spielen, die genutzt werden soll.

Die Wiener werden sich das Gastspiel am Samstag dennoch schmecken lassen. Abendsponsor ist die Pizzeria Mio.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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