Kimi Antonelli mit Tränen zum Weltmeister: „Ich heule heute zu viel“

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Auf den letzten Kilometern konnte Kimi Antonelli kaum noch etwas sehen vor Tränen, auf dem riesigen Podium brach es wieder aus ihm heraus. Ausgerechnet die Opernarie Nessun dorma, die sein Opa so gern hörte, hallte über das Autódromo Hermanos Rodríguez. „Er wäre stolz auf mich“, sagte Antonelli. Wieder stockte die Stimme, wieder wurden die Augen feucht. „Ich heule heute zu viel“, meinte er und lächelte.

Er hatte allen Grund für einen nicht enden wollenden Gefühlsrausch. Mit 20 Jahren und 68 Tagen krönte sich der Italiener in Mexiko-Stadt zum jüngsten Weltmeister in 76 Jahren Formel 1. Im ohrenbetäubend lauten Foro Sol – einem ehemaligen Baseballstadion – wartete seine stolze Familie. „Wir haben großes Glück und das ist das größte Geschenk, das man meinem Sohn machen kann: die Beziehung, die wir haben“, sagte Papa Marco Antonelli.

Gratulation von Vettel: „Das schaffen nur wenige“

Umarmungen, Küsschen, Tränen, meist mit dabei Mama Veronica und Schwester Maggie. Antonelli ist ein Weltmeister der Herzen mit Herz. „Campione del mondo. Wow. Das schaffen nur sehr wenige von uns, und niemand hat es in so jungen Jahren geschafft wie du“, sagte Sebastian Vettel in einer Grußbotschaft – der deutsche Ex-Rennfahrer und viermalige Weltmeister war bis Sonntag der jüngste Titelträger. Beim WM-Gewinn 2010 war er 23 Jahre alt.

Antonelli hat das deutlich unterboten. „Der Bambino-Champion, der die Formel 1 verzaubert hat – indem er sich selbst treu blieb“, schrieb Italiens „La Gazzetta dello Sport“. „Seit 73 Jahren hat unser Land auf diesen Moment gewartet, und heute wird eine ganze Nation feiern, dass einer der ihren den absoluten Gipfel unseres Sports erreicht hat“, sagte Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali – selbst Italiener. „Ein Grund für großen Stolz für unsere Nation“, schrieb Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei X – 1953 hatte Alberto Ascari als bis dahin letzter Italiener die WM gewonnen.

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Für den neuen Star der Formel 1 begann eine Fiesta Mexicana mit offenem Ende. „Er trinkt ja gar keinen Alkohol, aber hier muss er noch ein bisschen erwachsen werden“, sagte Teamchef Toto Wolff. „Es ist Zeit für den ersten Tequila.“ Den hatte Mexiko-Gewinner Max Verstappen schon vor einer Woche angekündigt, als Antonelli sich den Titel mit seinem Sieg in Austin zurechtgelegt hatte. Als es nun so weit war, freute sich auch der viermalige Champion mit dem neuen Weltmeister.

„Es ist einfach unglaublich, was für eine Saison er hingelegt hat. Das schon in so einem jungen Alter hinzubekommen, ist beeindruckend“, sagte der 29 Jahre alte Niederländer. Jüngster Weltmeister zu sein, sei ziemlich phänomenal, „ich bin so dankbar, Zeuge davon geworden zu sein“, betonte Hamilton (41). Das gemeinsame Foto, auf dem sie Antonelli auf den Schultern tragen, will er sich einrahmen und aufhängen.

Weltmeisterlich zur Krönung

Für einen, der 9 von 19 Rennen in diesem Jahr gewonnen hat, waren zwei Punkte als Mindestziel eigentlich keine Herausforderung. Rang neun hätte zum WM-Gewinn schon gereicht, so riesig war Antonellis Vorsprung auf seinen britischen Teamkollegen George Russell und auf Hamilton. Aber er wollte den Titel mit Stil holen, hatte Antonelli betont.

Von Startplatz vier aus hielt er sich zunächst etwas zurück. Vorn leisteten sich Polesetter Hamilton …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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