
Das 80. Spiel von Alexander Zverev im Kalenderjahr 2026 sollte ein ganz besonderes werden. Nicht nur für den 29-jährigen Deutschen, sondern auch für die 9.800 Zuschauer in der Wiener Stadthalle.
Denn Alexander Zverev schaffte mit dem 6:4, 7:5 gegen den Niederländer Tallon Griekspoor den Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Nach dem Viertelfinaleinzug bei den Erste Bank Open wird der Hamburger in der am Montag erscheinenden Weltrangliste erstmals Nummer eins sein. Er verdrängt damit Jannik Sinner, der die ATP-Saison wegen körperlicher Probleme vorzeitig beenden musste.
Zverev ist der erste Deutsche seit Boris Becker 1991, der die Tennis-Welt anführt, und er wird überhaupt der erste sein, der das auch am Jahresende sein wird.
Nach dem mit einem Ass verwandelten Matchball in der Stadthalle wurde der Achtelfinalsieg ganz besonders gefeiert. Zverev eilte zur Trainerbox, wo er seinen Vater Alexander Senior innig umarmte. Der Bubentraum wurde wahr. Sichtlich gerührt sah Zverev ein eingespieltes Video über seine größten Erfolge, ein übergroßer Einser auf dem Centercourt wurde zum Foto-Motiv.
Das ist eines der besten Gefühle der Welt
Zverev sagte überglücklich: „Für alle, die nicht verstehen, warum ich nach der zweiten Runde so juble: Ich bin gerade Nummer eins der Welt geworden. Das ist eines der besten Gefühle auf der Welt. Aber ich hätte das alles nicht geschafft, ohne den Menschen, die in meiner Box sitzen. Es ist umso mehr besonders, dass ich das in Wien feiern darf, weil es im deutschsprachigen Raum gelungen ist und ich hier das Gefühl habe, dass ich immer sehr unterstützt wurde.“
Nach der emotionalen Rede kam auch Österreichs Tennis-Legende Thomas Muster zum Gratulieren.
Das Erreichen der Nummer eins ist für Zverev das vorläufige Ziel einer langen Reise, auf der er viele Kritiker eines Besseren belehrte. 2013 gab er als 16-Jähriger sein Profi-Debüt, 2016 feierte er als Teenager seinen ersten ATP-Titel, 2017 besiegte er beim Masters in Rom Novak Djokovic und schaffte mit dem Turniersieg beim ATP-1000 den Durchbruch an die Weltspitze. Er musste aber bis 2026 warten, bis er auch bei einem Grand-Slam-Turnier jubeln durfte. Als in Paris Jannik Sinner früh ausschied, wurde er „richtig nervös“, wie er im KURIER-Interview zugab. Er gewann in Paris genauso wie später bei den US Open.
Am Freitag (nicht vor 17.30 Uhr) trifft Zverev auf den Briten Arthur Fery, der den Italiener Lorenzo Musetti aus dem Turnier warf.
Source:: Kurier.at – Sport



