Raunen und Staunen in Wien: Am Ende musste Alcaraz zittern

Sport

Es ist ein nasskalter Donnerstag in Rudolfsheim-Fünfhaus. Die Herbstferien gehen in die zweite Hälfte und in der Wiener Stadthalle geht es allmählich ums Ganze. Tausende Tennis-Fans drängen sich schon zu Mittag durch das Foyer des Vintage-Bauwerks aus den 1950er-Jahren.

Ganz vorne bildet sich eine Schlange, Hobby-Spieler können ihre Aufschlaggeschwindigkeit messen. Geschicklichkeit und Glück werden bei den weiteren Ständen der Sponsoren der Erste Bank Open getestet.

Wie dies auf allerhöchstem Niveau aussieht, zeigen drinnen in der Halle die Superstars der Sportart. Am Donnerstag standen Daniil Medwedew (Nummer 5 der Welt), Carlos Alcaraz (Nr. 3) und Alexander Zverev (Nr. 2) auf dem Center Court.

Wutausbrüche von Medwedew

Zum Auftakt plagt sich Daniil Medwedew, Wien-Champion 2022, gegen den Briten Cameron Norrie mit dem Gegner und dem Spielfeld. Mehrmals schlägt er mit der blanken Faust aus Ärger in den Boden. Letztlich muss der Russe einen Matchball abwehren und gewinnt nach einigen Wutausbrüchen noch 4:6, 6:3, 7:6 (1). „Ich bin mit den Umständen nicht zurechtgekommen. Es ist wie auf Sand. Wenn ich hier gegen Thomas Muster spielen würde, würde ich sicher 1:6, 1:6 verlieren.“ Dazu muss man wissen: Medwedew hasst laut eigenen Aussagen das Spiel auf Sand.

Bedingungen, die Carlos Alcaraz taugen. Empfangen wird der siebenfache Grand-Slam-Champion wie ein Rockstar in der Stadthalle. Kinder halten „Let’s go, Carlos“-Schilder in die Höhe. Der Spanier legt los, wie aus der Pistole geschossen. Nach wenigen Augenblicken hat er gegen den Georgier und Rodionov-Bezwinger Nikolos Basilaschwili den ersten Breakball. Nach einem „Vamos Carlitos“ vom Oberrang steht es mit dem ersten Break 3:1, nach 28 Minuten 6:1.

  Mit dem zweiten Sieg in Wien wird Zverev die Nummer eins der Welt

Durch die Stadthalle geht ein Raunen, wenn der 23-jährige Spanier den Ball beschleunigt und platziert Richtung Linien spielt. Basilaschwili, ehemals Nummer 16 der Welt, macht aber kein schlechtes Spiel. Er hält im zweiten Durchgang mit großem Risiko dagegen und hat im Tiebreak sogar vier Satzbälle. Am Ende setzt sich der große Favorit nach dem vierten Matchball mit 13:11 durch.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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