Porridge bis Erdäpfelsuppe: Was den ÖFB-Stars aufgetischt wird

Sport

Die Gebrüder Grampelhuber sorgen für das leibliche Wohl der Kicker – dem KURIER verrieten sie, welche Schmankerl sie vor und während der EURO servieren.

Er ist der Teamkoch. Von den Spielern wird er „Picasso“ genannt. Das hat einen guten Grund und kam so:

Es war einmal ein Team-Lehrgang, da ließ ÖFB-Teamkoch Fritz Grampelhuber Suppen auftischen. Ohne vorher davon zu kosten, würzten die Spieler zu Grampelhubers Erstaunen die Speise mit Salz und Pfeffer nach. Der Koch wies daraufhin das Küchenpersonal des Hotels an, sämtliche Salz- und Pfefferstreuer von den Tischen zu entfernen. Auf die Nachfragen der verwunderten Kicker meinte der Koch trocken: „Wenn ihr vor einem Gemälde von Picasso steht, nehmt ihr dann den Pinsel zur Hand und verändert etwas?“

Gemeinsam mit seinem Bruder Tamino sorgt er für das leibliche Wohl der Spieler und Betreuer des A-Teams, künftig wird er auch das Frauen-Nationalteam bei den Auswärtsreisen verköstigen.

Start in Kolumbien
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Begonnen hat der kulinarische Doppelpass mit der U-20-WM in Kolumbien im Jahr 2011, seit 2016 kochen die Grampelhubers, die im Salzkammergut am Hallstättersee den ausgezeichneten, weil preisgekrönten Steegwirt betreiben, die Teamkicker ein.

Die Vorbereitung auf diese EURO gestaltete sich auch für die Küchenchefs schwierig wie noch nie zuvor. „Der Aufwand war sehr groß mit täglichen Telefonaten mit den Quartieren in Seefeld, Bukarest, Amsterdam und auch in England“, erzählt Fritz Grampelhuber. Mit den Küchenchefs der jeweiligen Hotels musste man die Bestellungen abklären und die Menüs besprechen. „Weil wir Produkte wie beispielsweise Fisch nicht mitnehmen dürfen.“

Privat

Ein gelungenes Länderspiel geht mittlerweile auch durch den Magen. „Wenn wir nur ein Prozent zum Erfolg beitragen können, dann wäre das schon super.“ Nicht nur der Fußball hat sich verändert, auch die Essgewohnheiten der Spieler. „Sie interessieren sich sehr für die richtige Ernährung“, staunt der Oberösterreicher immer wieder aufs Neue. Nicht selten erhält er Kochvideos von Spielern mit der Bitte um Feedback und Tipps.

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54 Schaumsuppen

Manche Kicker reisen auch mit Essenswünschen an. Fisch gibt es in verschiedenen Varianten, das Fleisch geschmort oder gebraten. Generell sorgen die Köche dafür, dass das Buffet alle Stückerl spielt. „Die Spieler können sich nach ihrem Geschmack etwas zusammenstellen.“

Zum Frühstück ist vor allem Porridge ein absoluter Renner. „Die Spieler wünschen sich generell ab und zu Hausmannskost, erhalten dann Krautfleckerl oder Rindsrouladen. Wir achten immer darauf, dass die erforderlichen Elemente dabei sind.“ Da am Abend vor einem Ländermatch Eiweiß zugeführt werden soll, können auch Eispalatschinken serviert werden. Unmittelbar nach dem Spiel gibt es in der Kabine Erdäpfelsuppe – das gibt Kraft.

Für die gesamte EURO haben die Grampelhubers 54 verschiedene Suppen zusammengestellt. „Es gibt keine Suppe zweimal.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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