Pressestimmen: „Dominic Thiem, der Meister des Leidens“

Sport

Was schrieben die internationalen Medien nach dem Finaltriumph von Dominic Thiem gegen Alexander Zverev bei den US-Open?

Die Übertragung des New Yorker US-Open-Tennisfinales zwischen dem siegreichen Niederösterreicher Dominic Thiem und dem Deutschen Alexander Zverev hat ServusTV in der Nacht auf Montag eine Durchschnittsreichweite von 400.000 Zusehern gebracht. Der Marktanteil bei den ab Zwölfjährigen lag bei 29 Prozent. Die Nettoreichweite über die gesamte Live-Sendestrecke betrug eine Million Zuseher. Auf Eurosport hatte des Fünfsatz-Match im deutschsprachigen Raum im Schnitt 803.000 Zuschauer bei einem Marktanteil von 7,4 Prozent vor den Bildschirmen versammelt. In der Spitze schalteten nach Angaben des Senders mehr als 1,06 Millionen Interessierte ein.

Natürlich war der Finalkrimi auch in den internationalen Medien ein großes Thema. Der Überblick über die wichtigsten Statements …

DEUTSCHLAND:

Bild: „OH NO! Zverev verliert 5-Satz-Schlacht. … Als er zu Beginn seiner Danksagung seine Eltern würdigen will, stockt ihm die Stimme, er wird von Tränen übermannt, muss kurz unterbrechen.“

Die Welt: „Alexander Zverev hat den großen Triumph knapp verpasst. Der 23-Jährige verlor im Tiebreak des fünften Satzes das Endspiel der US Open gegen Dominic Thiem. Dabei sah der Hamburger bereits wie der sichere Sieger aus. Er hatte bereits eine Hand am Pokal gehalten, doch am Schluss dieser in vielerlei Hinsicht denkwürdigen US Open blieb nur Enttäuschung.“

Süddeutsche Zeitung: „Zverev verliert auf schlimmstmögliche Weise. Im Tie-Break des fünften Satzes unterliegt der deutsche Tennisprofi dem Österreicher Dominic Thiem. Es bleibt die Frage, was dieses denkwürdige Endspiel mit beiden anstellen wird. … Es war ein denkwürdiges Endspiel, Sport-Psychologen dürften Jahre brauchen, es zu entschlüsseln, weil sich keinesfalls eindeutig wird klären lassen, wann und vor allem wie es entschieden wurde. … Der Zufall, dieser miese Verräter, wird oft unterschätzt bei der Analyse von Resultaten.“

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Tagesspiegel: „Finale verloren, Herzen gewonnen. Viel dramatischer kann ein Sportler nicht verlieren als Alexander Zverev im Finale der US Open. … Trotzdem hat Alexander Zverev in diesen Tagen von New York reichlich gepunktet. Er hat gezeigt, dass er reif ist für große Titel und damit endlich das eingelöst, was Experten schon seit Jahren versprochen hatten. Wichter aber sind die Sympathiepunkte, die er gesammelt hat. Gerade in Deutschland, wo die Fans mit Zverev bisher nicht so recht warm werden wollten.“

USA:

New York Times: „Am Ende waren beide von Krämpfen geschüttelt. Und auch wenn Nadal, Federer oder Djokovic nicht auf der anderen Seite des Netzes standen, wird Thiems Name mit den ihren in einer Reihe stehen. Es gab keinen Abzug vom Siegerscheck von drei Millionen Dollar.“

FRANKREICH:

L’Equipe: „Dream Thiem“

Le Figaro: „Thiem, der in der Schule des rauen Günter Bresnik, eines deutschen (!) Trainers, der vor allem den Aufstieg von Boris Becker gemanagt hat, geformt wurde, pflegt den Sinn für Anstrengung und hat sich unter der Anleitung seines Mentors den Ruf eines Workaholics erworben. Die Legende besagt, dass der Wiener im Jahr 2012, um seine Belastbarkeit zu testen, Holzstämme auf dem Rücken trug, voll bekleidet Flüsse durchquerte und nach Mitternacht durch den Wald rannte.“

SPANIEN:

Mundo Deportivo: „Dominic Thiem, neuer Champion nach einer epischen Aufholjagd gegen Zverev.“

Marca: „Thiem ist das erste neue Gesicht, das in einem Grand-Slam-Turnier gekrönt wird, seit Marin Cilic …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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