Rapid-Präsidentschaftskandidat Schmid: „Ultras sind unbeugsam“

Sport

Roland Schmid überrascht bei seinen Plänen in der Fanpolitik. Für Barisic und auch Peschek gibt es vorerst eine Jobgarantie.

Die Wahlkampfoffensive von Roland Schmid und seinem Team läuft weiter. Nach der Veröffentlichung des Konzepts (ursprünglich für die Liste Grüneis geschrieben), der Facebook-Seite, einer eigenen Homepage und professionellen Fotos des achtköpfigen Präsidiums in weißen Rapid-Polos wurden am Mittwoch im Allianz Stadion weitere Details verraten.

Unter der Leitung von Medienberater Wolfgang Eichler versuchte das Team „Grün Weiß“ (das ist übrigens der Spitzname des ursprünglichen Präsidentschaftskandidaten Robert Grüneis), alle offenen Fragen zu beantworten.

Kurier/Franz Gruber

Roland Schmid und Robert Grüneis (r.), der nur einfaches Präsidiumsmitglied wird

Die größte Überraschung lieferte Roland Schmid bei seinen Plänen in der Fanarbeit. Anders als in fast allen anderen Bereichen werden keine wesentlichen Änderungen angekündigt, die liberale Politik der Ära Krammer gegenüber der organisierten Fanszene soll nach einer gewonnenen Wahl fortgesetzt werden. „Die Ultras sind unbeugsam und autonom. Der Block West ist wahnsinnig wichtig, und der Block ist Teil der Rapid-Familie“, betont Schmid.

Keine „rote Linien“

Auf die Frage, ob neue, strengere rote Linien gezogen werden, sagt der 43-jährige Immobilienunternehmer: „Wir werden keine roten Linien aussprechen.“ Einzige logische Einschränkung: „Wichtig ist, dass Rapid durch Fans kein Schaden entsteht. Das wollen wir mit Transparenz und Kommunikation erreichen.“

Zur Stellung von Zoran Barisic betont der Konkurrent von Barisic-Förderer Martin Bruckner: „Ja, da habe ich meine Meinung geändert.“

Zur Erinnerung: Im Frühjahr präsentierte Schmid mit Eichler mehreren Medien, darunter dem KURIER, seine Pläne für eine Kandidatur. Die damals verhandelte Rückkehr von Barisic als Sportdirektor kritisierte Schmid und meinte, dass der Ex-Trainer nur eine Option für den Nachwuchs sei. Wenn Bruckner Barisic will, könne er selbst auch nicht den auf der Liste Bruckner angebotenen Platz im Präsidium annehmen, betonte Schmid vor sieben Monaten.

Jetzt stellt Schmid klar: „Der Sport-CEO ist in unserem Konzept als das Gesicht nach außen vorgesehen. Und dafür ist Barisic vorgesehen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist eine Änderung beim Sportdirektor kein Thema.“

Doch keine Investoren

Eine Korrektur gibt es auch zur Forderung der „sieben Rapid-Legenden“ im offenen Brief, den Verein für Investoren zu öffnen. „Das war eine ungeschickte Formulierung der Legenden. Es geht nur darum, neue Sponsoren zu finden.“ Zur Rolle der Legenden als Berater sagt der Chef von Immounited: „Ihre Meinung ist uns wichtig, sie sollen aber keine sportlichen Entscheidungen beeinflussen.“

Faktor Herzog

Im Konzept der Liste Grüneis, das Schmid übernommen hat, wird Andreas Herzog als „Unterstützer“ genannt. Investor Michael Tojner hätte bei seiner angedachten Kandidatur Herzog als Sport-CEO eingeplant.

Schmid meint zum aktuellen Teamchef Israels: „Herzog ist eine wichtige Hilfe und ein Tippgeber für uns. Wir können nach der EM-Quali mit Israel über eine konkrete Rolle reden. Aber mit Stand jetzt ist Andreas Herzog kein Thema als Sport-CEO.“

Eine Jobgarantie fürs Erste gibt es auch für Geschäftsführer Christoph Peschek. „Ich kenne Peschek als engagierten Mitarbeiter. Ich schließe zum jetzigen Zeitpunkt aus, dass sein Job neu ausgeschrieben wird. Aber natürlich werden wir uns alle Mitarbeiter nach einem Wahlsieg im Detail ansehen.“

Keine schwarze Null

Neben der massiven Nachwuchsförderung ist für die Liste „Grün Weiß“ …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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