Ski-Saisonauftakt in Sölden: Bassino führt, Brunner auf Platz 9

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Die Italienerin zeigte einen überragenden ersten Lauf. Die Tirolerin überzeugte beim Comeback nach ihren Kreuzbandrissen

Alles anders am ersten Renntag der neuen Saison im Skiweltcup: Keine Zuschauer, keine Stimmung – ungewohnt still war es an diesem Samstagvormittag am Rettenbachferner hoch über Sölden. Dazu hing im obersten Teil des Kurses im Ötztal eine hartnäckige Nebelbank, dennoch konnte vom Originalstart gefahren werden.

Was sich nicht geändert hat: die Stärke der italienischen Damen. Marta Bassino, 24 Jahre jung und im Piemont daheim, knallte im ersten Lauf mit 1:09,54 Minuten eine Bestzeit hin, an der sich die Kolleginnen auf eisiger Piste die Zähne ausbissen. „Ich bin auch schon im Training gut gefahren“, sagte die Riesenslalom-Spezialistin, die im November 2019 in Killington ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte. „Aber ich muss es im zweiten Lauf noch einmal zeigen.“

Die Beste vom Rest der Welt: Federica Brignone, 30, und im Piemont daheim. Doch die Titelverteidigerin im Gesamtweltcup kassierte auch schon 0,58 Sekunden. An dritter Stelle reihte sich die Norwegerin Mina Fürst Holtmann ein (+0,92). Das neuseeländische Supertalent Alice Robinson – Vorjahressiegerin am Rettenbachferner – lag bereits 1,18 Sekunden zurück, Platz vier ex aequo mit der Schweizerin Michelle Gisin.

EPA/GIAN EHRENZELLER

Beste Österreicherin: Stephanie Brunner

Durchwachsene ÖSV-Zwischenbilanz

Katharina Liensberger, in der vergangenen Saison noch die Beste im von Verletzungen gebeutelten österreichischen Team, zeigte ungewohnte Probleme mit Timing und Linie und verlor 3,49 Sekunden auf Bassino. Stephanie Brunner, vor ihren Kreuzbandrissen die Vorfahrerin unter den ÖSV-Riesenslalom-Damen, absolvierte hingegen ein gutes Comeback-Rennen und blieb mit 1,92 Sekunden vor Weltmeisterin Petra Vlhova aus der Slowakei – Platz 9.

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„Ich hab oben schon sehr gut reingefunden, im Steilhang hab ich mich noch etwas zurückgehalten“, sagte Brunner. „Die Verletzungen sind abgehakt, ich spüre auch keine körperlichen Probleme mehr.“ Liensberger war da schon bei der Ursachenforschung und auch fündig geworden: „Ich bin von Beginn an nicht auf Zug gekommen und habe kein Gefühl entwickeln können. Dann funktioniert es halt nicht.“

Die Kärntnerin Katharina Truppe, die im vergangene Winter in ihrer Spezialdisziplin Slalom viel Konstanz auf hohem Niveau gewonnen hat, zeigte eine respektable Fahrt, mit 2,08 Sekunden Rückstand verpasste sie als Elfte nur knapp die Top Ten.

Ricarda Haaser, die die vergangene Saison wegen eines Bandscheibenvorfalls vorzeitig beenden musste, erwischte einen gebrauchten Tag, handelte sich viel Rückstand ein, rutschte dann auch noch wegen zu viel Innenlage weg, räumte ein Tor ab und schied aus. Auch Lokalmatadorin Franziska Gritsch, 2019 Siebente in Sölden, kämpfte vergeblich und verlor 2,83 Sekunden.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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