Toptalent Zabransky mit dem U21-Team: „Große Namen sind mir egal“

Sport

Der Wiener Valentin Zabransky wird in Wien, auf dem neuen Sport-Club-Platz, sein Debüt im U21-Team geben.

Ab 18 Uhr (ORF Sport+ live) geht es gegen Dänemark und um einen Sieg, der die Qualifikation für die EM 2027 näher rücken lassen würde.

Am Dienstag wartet noch das finale Spiel in Wales.

Bekannt ist der 19-Jährige aus Salzburg, wo sich das Toptalent nach dem Aufstieg aus Liefering sofort zum Stammspieler verteidigt hat.

Ein Gespräch über das Ausziehen mit 13, den rasanten Aufstieg und ein zweites EM-Ticket als Teenager.

KURIER: Sie sind mit 19 Salzburg-Stammspieler und stehen vor dem Debüt für das U21-Team. Wie war das damals mit Ihren Anfängen im Käfig in der Colerusgasse?

Valentin Zabransky: Ich habe dort begonnen. Bevor ich bei Essling im Verein angefangen habe, war ich ein Käfigkicker. Aber ich war schon länger nicht mehr dort: Ich komme nicht mehr so oft nach Wien und habe einen vollen Terminkalender.

Als Achtjähriger sind Sie zu Stadlau gewechselt. Dieser Verein hat eine Tradition an Teamspielern wie Thomas Prager oder Mathias Honsak. Dennoch wäre es leichter, bei einem großen Verein entdeckt zu werden. Wie sind Sie Red Bull aufgefallen?

Ich habe in der Wien-Auswahl gespielt, bereits als Innenverteidiger. Gegen die Salzburg-Auswahl haben wir 7:1 gewonnen. Da hat mich ein Red-Bull-Scout entdeckt.

Wie haben Sie so jung den Wechsel erlebt?

Es war nicht leicht. Das war knapp vor meinem 14. Geburtstag. Geholfen hat, dass ich mit paar Jungs aus Wien diesen Schritt gemeinsam gesetzt habe.

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Wer war das damals?

Ilia Ivanschitz und Kenneth Adejenughure von Liefering sowie Tobias Lerchbacher, der beim FAC ist, waren mit mir in der Auswahl, alle wurden verpflichtet. Mit ihnen hab ich viel Zeit verbracht und nicht mehr so viel an meine Eltern gedacht – auch wenn ich das der Mama nicht erzählen sollte, sonst wird sie sauer (schmunzelt).

Sie haben im ÖFB Ihre ersten drei Jahre unter Teamchef Martin Scherb gespielt. Er hat erzählt, dass Sie sehr früh sehr reif und abgeklärt gewirkt haben. War das eine Folge des Ausziehens von zu Hause mit nur 13 Jahren?

Ja, das glaube ich schon. Wenn du nicht mehr zu Hause wohnst, lernst du schnell, eigenständig zu leben und Dinge besser zu machen. Mir ist das zugutegekommen.

Sie sind der Nächste in der Reihe der Toptalente als Innenverteidiger. Haben Sie eine Erklärung, warum Österreich laufend Innenverteidiger entwickelt, bei anderen Positionen aber hoffen muss, dass sich nicht ein oder zwei Spieler verletzen?

Ich glaube, es liegt an der Ausbildung. Für diese Position sind wir in den Akademien richtig gut besetzt. Moderne Innenverteidiger müssen schnell sein, gut im Aufbau und eine gewisse Größe haben – darauf schauen die Trainer in Österreich schon lange, das wirkt sich aus.

Sie gelten als beidfüßig. Das kommt nicht von selbst. Wie viel haben Sie dafür trainiert?

Mir war es immer wichtig, dass ich mit dem linken Fuß gut passen kann, das war früh eine Stärke. Das wurde auch in der Akademie gefordert. Bei Salzburg spiele ich halb links – da bleibt mir auch oft nichts anderes übrig und mir ist es auch egal, wenn ich den Linken nehmen muss.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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