Ein Deutscher ist neuer Präsident des Eishockey-Weltverbandes

Sport

Franz Reindl wurde zum 15. Präsidenten des Eishockey-Weltverbandes IIHF gewählt. Er ist der erste Deutsche seit Gunther Sabetzki (1975–1994), der dieses Amt übernimmt. Die Wahl beim Kongress auf Teneriffa erforderte zwei Durchgänge. Im ersten Wahlgang erhielt der favorisierte Tscheche Petr Briza 48 Stimmen (41,03 Prozent), Reindl kam auf 36 Stimmen (30,77 Prozent) und Aivaz Omorkanov auf 33 Stimmen (28,21 Prozent).  Im zweiten Wahlgang setzte sich Reindl mit 60 Stimmen (51,28 Prozent) knapp gegen Briza mit 57 Stimmen durch.

Der jetzt 71-jährige Reindl begann 1972 seine Profikarriere in der deutschen Liga. Er gehörte zum deutschen Nationalteam, das bei den Olympischen Winterspielen 1976  die Bronzemedaille gewann. Darüber hinaus bestritt er acht Weltmeisterschaften und den Canada Cup 1981.

Nach seinem Karriereende als Spieler im Jahr 1988 wechselte Reindl ins Trainerfach und arbeitete in der deutschen Liga. Später war er von 1992 bis 2014 General Manager der deutschen Nationalmannschaft. Von 1994 bis 1996 war er Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Reindl organisierte außerdem drei Weltmeisterschaften in Deutschland: 2001, 2010 und 2017. 2014 wurde Reindl zum Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gewählt. Parallel dazu gehörte er von 2016 bis heute dem IIHF Council an. Die Amtszeit des neuen Präsidenten und des Council läuft bis Oktober 2030. Reindl ist der Nachfolger des Franzosen Luc Tardif (73).

Petr Briza wurde danach erneut zum Senior Vizepräsidenten des IIHF gewählt.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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