Wiesberger schreibt Geschichte: „Historisch für Österreichs Sport“

Sport

Bernd Wiesberger ist beim Ryder Cup dabei. Niki Zitny, Sportdirektor des Golfverbandes, erklärt die Faszination dahinter.

Er war natürlich auch an diesem Wochenende auf dem Golfplatz – aus beruflichen Gründen. Als Sportdirektor des österreichischen Golfverbandes ist Niki Zitny (48) dafür zuständig, die Talente aus dem Amateurbereich auf die Profilaufbahn heranzuführen.

KURIER: Ein Österreicher beim Ryder Cup. Was bedeutet das für den heimischen Golfsport?

Niki Zitny: Das ist nicht nur für die Golfszene etwas ganz Großes, sondern für den gesamten österreichischen Sport ein historisches Ereignis. Der Ryder Cup zählt mittlerweile zu den fünf größten Sportveranstaltungen der Welt. Und es gibt keinen Kontinent, auf dem sich die Menschen nicht für dieses Spektakel interessieren. Bei der letzten Ausgabe 2018 in Paris haben 620 Millionen Menschen im Fernsehen zugesehen, heuer sollen es noch einmal mehr sein.

Hat Sie die Qualifikation von Bernd überrascht?

Nicht wirklich, wenngleich auch etwas Glück und gutes Timing dazu gehört, einer von den neun Direkt-Qualifizierten aus Europa zu sein. Aber Bernd hat wieder einmal bewiesen, dass er zu den zehn besten Golfern Europas gehört.

Wie erklären Sie einem Nicht-Golfer die Faszination?

Ich habe beim letzten Mal Freunde von mir, die absolut nichts mit Golf am Hut haben, dazu gebracht, den Ryder Cup anzusehen. Nach kurzer Zeit waren sie nicht mehr vom Fernseher wegzubekommen, sie meinten: „Es gibt nichts Geileres!“ Es ist diese spezielle Mischung aus Vergleichskampf zweier Kontinente, die Duelle Mann gegen Mann, die Fanmassen mit den Gesängen, die Emotionen der Spieler. Ich kann nur jedem raten, dem Turnier eine Chance zu geben. Wer Sport mag, wird den Ryder Cup lieben!

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Vorfreude: Niki Zitny schwärmt vom Ryder Cup

Kann man sich auf den ersten Ryder Cup vorbereitet?

Wohl kaum, weil es etwas so Spezielles ist. Stellen Sie sich nur vor: Der erste Abschlag um 7 Uhr Früh. Tausend grölende Fans hinter ihnen, fast eine Milliarde Menschen vor den TV-Geräten, und sie und der kleine, weiße Ball im Mittelpunkt. Aber prinzipiell sind alle diese Ausnahmespieler daran gewöhnt, mit Druck umzugehen.

APA/AFP/GLYN KIRK

Mit Matthias Schwab hat sich ein zweiter Österreicher, die fixe Spielberechtigung für die US-PGA-Tour gesichert. Wie gut steht Österreichs Golf international derzeit da?

Wir können sehr stolz sein auf unsere Aushängeschilder. Denn wir sind ein kleines Land mit kleinem Spielerreservoir. Man muss nur zum großen Nachbarn schauen. Natürlich wird Deutschland immer mehr Spieler in den Top 1.000 der Weltrangliste haben. Aber wir haben die besseren.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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