Zverevs erstes Match als Nummer 1: Wie erging es den Vorgängern nach der Thronbesteigung?

Sport

Am Mittwoch, nicht vor 13.30 Uhr ist es soweit: Der Deutsche Alexander Zverev serviert beim 1.000er-Event in Paris erstmals als Nummer eins der Welt – zu dieser hatte sich der 29-Jährige beim Erste Bank Open in Wien mit dem Halbfinaleinzug gemacht (auch ein Viertelfinale hätte gereicht). Gegner ist der Italiener Lorenzo Musetti. 

Doch wie erging es anderen Superstars bei ihrem ersten Auftritt als Spitzenreiter der ATP-Weltrangliste?

Der 12. Februar 1996 war ein großer Tag für die österreichische Sportgeschichte: Thomas Muster wurde Nummer 1 der Welt. Und als solcher reiste der damals 28-Jährige zum ATP-Turnier nach Dubai. Und verlor in der 1. Runde gegen den Australier Sandon Stolle, dessen Vater Fred etwas berühmter war, mit 1:6, 6:3 und 6:7. Stolle war nur die Nummer 161 des ATP-Rankings. 

Für die US-amerikanische Konkurrenz rund um Andre Agassi, den Muster ablöste, und Pete Sampras war Musters Niederlage ein Schlag ins Gesicht. Muster konterte ihrer Kritik: „Ich habe meine Punkte nicht im Supermarkt gekauft.“ Der heute 59-jährige Steirer verlor nach dieser Woche die Spitzenposition an Pete Sampras, war aber ab 12. März noch einmal fünf Wochen vorne. 

Novak Djokovic  ist mit 428 Wochen an der Spitze der Rekordmann. Der Serbe, der mit 39 noch immer konkurrenzfähig ist,  wurde am 4. Juli 2011 nach seinem Wimbledon-Sieg erstmals Nummer eins und löste Rafael Nadal ab. Danach pausierte der Serbe einen Monat, in Montreal schlug er dann den Russen Nikolai Dawidenko 7:5, 6:1 und gewann das Turnier. 
Roger Federer, insgesamt 310 Wochen Spitzenreiter, war am 2. Februar 2004 erstmals vorne, nachdem er Andy Roddick abgelöst hat. Nach einem ersten Titel bei den Australian Open schlug der Maestro im Davis Cup in Bukarest gegen Rumänien auf und gab gegen Victor Hanescu und Andrej Pavel jeweils keinen Satz ab. 

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US-Legende Pete Sampras war die Nummer drei mit insgesamt 286 Wochen vorne. Erstmals geschah dies am 12. April 1993. In seinem ersten Match als Leader schlug der heute 55-Jährige  in Hongkong den Franzosen Stephane Simian und gewann nach einem Finalsieg über Jim Courier das Turnier. Jenen US-Landsmann, den er an der Spitze ablöste. 

Ebenfalls zum Davis Cup

Boris Becker war vor Zverev der bisher einzige Ranglisten-Leader bei den Männern. Der Rotschopf bestieg am 28. Jänner 1991 den Thron – nach seinem  Titel bei den Australian Open. Auch der mittlerweile 59-Jährige spielte Davis Cup und besiegte die Italiener Paolo Cane und Omar Camporese. 

Wien-Champ Carlos Alcaraz, insgesamt 66 Wochen vorne, wurde am 12. September 2022 jüngste Nummer eins der Geschichte. Ein paar Tage später schlug  er  im Davis Cup  in Valencia den Südkoreaner Soonwoo Knwon. 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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