ÖFB-Sportdirektor: Wie die Shortlist erstellt wird

Sport

Ralf Rangnick wird gerne nachgesagt, ein Machtmensch zu sein. Demzufolge wird sogar behauptet, Österreichs Fußball-Teamchef würde bestimmen, wer beim ÖFB Peter Schöttel nachfolgen und künftig die Position des Sportdirektors bekleiden wird. „Ich wünsche mir die bestmögliche Besetzung, die der ÖFB kriegen kann“, sagte Rangnick am Montag. Nur State of the Art bringe den Verband weiter, so Rangnick der sogleich klarstellte: „Ich bin in diesen Prozess nicht involviert.“

KURIER-Informationen zufolge ist bis dato auch sonst niemand vom ÖFB involviert. Noch liegt die Sache bei EY (Ernst & Young). Zur Erinnerung: Der Fußball-Bund hat das Beratungsunternehmen mit der Umsetzung eines professionellen Verfahrens beauftragt, nachdem man sich im September von Peter Schöttel getrennt hat. Bis zum 23. Oktober konnte man sich bewerben. Aktuell wird die Liste der knapp 30 Bewerber aus dem In- und Ausland sondiert und deutlich reduziert.

EY setzt dazu eine Kompetenzmatrix ein. Soll heißen: Die Fähigkeiten der Bewerber werden anhand ihrer Lebensläufe und zusätzlicher Gespräche geprüft und in eine Tabelle eingetragen. So entsteht schließlich auf einen Blick ein Bild, welcher Kandidat wie viele der in der Ausschreibung geforderten Kompetenzen erfüllt.

Eine einstellige Shortlist wird dann dem ÖFB vorgelegt werden. Die Bewerber, die es in diese Endauswahl schaffen, dürfen sich schließlich in einem Hearing der ÖFB-Spitze präsentieren.

Bis Ende November

Das alles soll bis zur letzten Novemberwoche geschehen. In der Aufsichtsratssitzung am 27. November will die ÖFB-Spitze die Personalie beschließen und schließlich den neuen Sportdirektor bestellen. Den Budgetrahmen für den Posten hat man mit einem Jahresgehalt von höchstens 250.000 Euro nach oben hin abgegrenzt.

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Peter Schöttel hat weniger verdient. Der ehemalige Sportdirektor hat sich nun zu Wort gemeldet und im Podcast Gelb-Rot, der Fußball-Talk den Vorschlag geäußert, nicht einfach nur einen Nachfolger zu holen, sondern den Posten aufzuwerten.

„Aus meiner Sicht wäre es ein vernünftiger Gedanke, wenn man einen Geschäftsführer Sport aufnimmt, zusätzlich zu den beiden bestehenden Geschäftsführern.“ Damit meint Schöttel Thomas Hollerer, den Generalsekretär des ÖFB, sowie Bernhard Neuhold, den Geschäftsführer des Tochterunternehmens, der ÖFB-Wirtschaftsbetriebe GmbH. „Das würde den Sport extrem aufwerten“, sagt Schöttel, der diesen Vorschlag auch begründet und erzählt: „Bei Entscheidungen, bei denen es um mehr Geld gegangen ist, bin ich immer zu den Geschäftsführern gegangen und habe um Termine bitten müssen.“

Der ÖFB wird diesen Vorschlag allerdings nicht erhören. Der Fußball-Bund hat sich bereits darauf festgelegt, dass Schöttels Nachfolger mit den gleichen Kompetenzen ausgestattet wird. Der Sportdirektor des größten Sportfachverbandes im Land wird bei wichtigen Themen also ein Bittsteller bleiben.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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