
Wer die Karriere von Alexander Zverev verfolgt hat, der sieht einen derzeit unglaublich entspannten 29-Jährigen, der alle seine Ziele erreicht hat und der sich damit dennoch nicht zufrieden gibt. Wie Zverev am Donnerstag nach dem Viertelfinalsieg bei den Erste Bank Open sprach und auch auf heikle Themen reagierte, war beachtlich.
Besonders die Frage nach den lange Zeit abwesenden Jannik Sinner und Carlos Alcaraz vollierte der Hamburger wie bei einem Netzangriff ab. „Ich glaube, Fitness und fit sein ist ein großer Teil des Sports. Wenn ich eine Off-Season habe, dann trainiere ich 5-6 Stunden Fitness und mache eine Stunde, bis 1:15 Stunden Tennistraining.“
Die Fitness ist die Basis
Zverev spielte darauf an, dass viele Kritiker ihm vorwarfen, dass er nur deshalb zur Nummer eins wird, weil Sinner und Alcaraz lange Zeit ausfielen. Der Deutsche hingegen absolviert am Freitag in der Stadthalle sein 81. Spiel in diesem Jahr. „Genau dafür mache ich das Training im Dezember. Du musst den fünften Satz genauso spielen können wie den ersten Satz. Das ist das Ziel.“
Zverev verhehlt auch nicht, dass er sich an Jannik Sinner fast die Zähne ausgebissen hat. „Vom Tennisspielen her war er der bessere. Aber Fitness und Gesundheit ist Teil des Tennis-Sports. Bis Wimbledon hatte ich das Gefühl, dass ich keine Idee habe, wie ich gegen ihn gewinnen kann. In Wimbledon war ich dann schon sehr nah dran.“
Das lag auch daran, dass er sein Spiel heuer umgestellt hat. „Das ist mit 29 nicht gewöhnlich. Aber mein Team und ich haben das durchgezogen und das Risiko ist aufgegangen.“
Dass er ab kommenden Montag Nummer eins ist und ab sofort der Gejagte ist, sei ihm bewusst: „Ich glaube, ich bin bereit für diese Situation. Die Nummer eins bringt einiges mit sich. Am Ende des Tages sind da noch Carlos und Jannik, mit denen ich hoffentlich in den nächsten Jahren konkurrieren kann.“
Source:: Kurier.at – Sport



