Adidas, Puma Nike: Wer bei der WM wirklich abräumt

Wirtschaft

Die  Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ist nicht nur ein großes Fußballfest, sondern auch ein Milliardengeschäft für die  Ausrüster der Teams. Die Ausweitung des Teilnehmerfeldes auf 48 Mannschaften bedingt, dass erstmals zehn Marken mitspielen, darunter auch rein nationale Player wie Marathon Sports aus Ecuador oder die afrikanische Marke One All Sports. Sportlich und marketingmäßig gibt es wieder einen Dreikampf zwischen Nike, Adidas und Puma, deren Logo auf 77 Prozent aller Nationalspieler prangert.

Adidas erwartet bei Verkäufen „größte WM aller Zeiten“

Der Konzern aus Herzogenaurach hat sich Platz 1 zurückerobert und rüstet heuer 14 Mannschaften aus, allen voran Deutschland und die beiden Mit-Favoriten Spanien und Argentinien. Dabei setzt die Marke bewusst auf Retro-Designs. Adidas stellt zudem den offiziellen Spielball und punktet als zentraler FIFA-Partner. Für die Deutschen ein klarer Startvorteil. 

Entsprechend hoch sind die Erwartungen. Adidas rechnet  mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz als direkten WM-Effekt. „Ich erwarte, dass dies unsere weltweit größte WM aller Zeiten wird, was Trikot-, Ball- und Schuhverkäufe angeht“, sagte Adidas-Fußball-Chef Sam Handy kürzlich zum Handelsblatt. Marktanteile holen will Adidas vor allem in Nordamerika, wo Platzhirsch Nike noch weit vorne liegt.

Im Gegensatz zu seinen zwei Rivalen ist Adidas wirtschaftlich gut aufgestellt. Im Vorjahr wurde ein zweistelliges Wachstum und ein Rekordumsatz von fast 25 Mrd. Euro eingefahren. Hohe Verluste im Zusammenhang mit der Marke „Yeezy“ des Skandalrappers Kanye West wurden abgeschrieben, Ex-Puma-Chef Bjørn Gulden wurde als Vorstandschef bis 2030 verlängert. Eine Niederlage muss Adidas dennoch verkraften: Die deutsche Elf spielt zum letzten Mal in den drei Streifen und wechselt nach der WM von Adidas zu Nike.

  Burger-Boom: Wie Fast-Food-Ketten Österreichs Wirte abhängen

Nike hat Analysten zufolge bei Trikotverkäufen die Nase vorne

Für Nike ist die WM ein Heimspiel. Der weltgrößte Sportkonzern stattet elf Teams aus, darunter die beiden Ausrichter-Länder USA und Kanada. Brasilien wird von Nike-Schwestermarke Jordan Brand eingekleidet.

Anders als Adidas setzt Nike in der Werbung  voll auf die Strahlkraft von einzelnen Stars wie Kylian Mbappé oder Vinicius Junior. Dabei passierte im Vorfeld eine kleine Panne mit Mbappés neuem Nationaltrikot. Es passte ihm einfach nicht. Welch Aufregung im modeaffinen Frankreich. Nike versprach Besserung und hat trotz der Panne bei den Trikotverkäufen laut Analysten der DZ Bank klar die Nase vorne. Rund um die WM dürfte die Sportmarke mehr als 12 Millionen Trikots verkaufen und damit einen Umsatz von 1,5 Mrd. Dollar (1,3 Mrd. Euro) erzielen.

Nike kann einen Erfolg gut gebrauchen. Der Sportgigant schwächelt, der Umsatz ging im Vorjahr um zehn Prozent auf 46 Mrd. Dollar zurück. Auch für das laufende Quartal rechnet der Sportgigant wegen anhaltender Probleme in China mit einem Umsatzminus. Vorstandschef Elliot Hill will mit einem stärkeren Fokus auf das Kerngeschäft rund um Laufen und Fitness das Ruder herumreißen.  

Puma setzt auf die Wachstumsmärkte in Afrika

Österreichs Trikot-Ausstatter Puma gilt als stiller Gewinner unter den WM-Ausstattern und schaffte es heuer auf elf Teams. Bei der letzten WM in Katar waren es erst sechs. Die  deutsche Kultmarke mit der Raubkatze setzt mit fröhlichen, farbenfrohen Trikots für die Elfenbeinküste, Ghana oder Senegal vor allem auf die Wachstumsmärkte in Afrika. 

Dabei steht laut Unternehmensangaben die Einbindung von Fans zur …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.