Leiterplattenwerk in Fehring: Das sind die Pläne von AT&S

Wirtschaft

Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S investiert – wie bereits im Februar angekündigt – rund 30 Mio. Euro in den Ausbau seines oststeirischen Werkes in Fehring. Am Freitag wurde das zusammen mit dem 50-jährigen Jubiläum des Standorts gefeiert.AT&S-Vorstandschef Michael Mertin sprach von „mehr als nur Serienfertigung“. Das regionale Werk sei nun „kein Anhängsel, sondern ein notwendiger Standort“ innerhalb des Konzerns.

Als Mertin vor etwa einem Jahr zum ersten Mal in Fehring gewesen sei, sei es ungewiss gewesen, wie es mit dem Standort weitergeht. Der Mitarbeiterstand war auf etwa 300 gesunken, aktuell werden 400 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Rundgang und Gespräche mit den Fachkräften hätten Mertin gezeigt, welche Kompetenzen vorliegen. Jeder habe gewusst, was er tat, welche Kunden bedient werden und welche Prozesse notwendig seien: „Das ist leider nicht mehr selbstverständlich“, so der CEO, der erst im Mai 2025 das Ruder beim damals etwas strauchelnden Leiterplattenhersteller übernommen hatte.

Neue Maschinen, neue Lehrwerkstätte und Forschungsabteilung

Statt eines Schrumpfens soll nun in Wachstum investiert werden – gemeinsam mit Kunden wie Semikron und Advantest, die sich auch – teils mit Abnahmegarantien – am Investment beteiligen. Mertin schloss auch einen weiteren Ausbau in Fehring, wo „schon lange nicht mehr investiert worden war“, nicht aus. Produkte in Fehring würden hier gemeinsam mit Kunden entwickelt: „Das bindet die Kunden auch“, so Mertin weiter. „Gemeinsam entwickeln, gemeinsam investieren, anders geht es in der Branche auch nicht mehr.“

Die etwa 30 Mio. Euro sollen bis März 2027 in den Standort fließen, unter anderem für bessere und mehr Reinräume und neue Maschinen, eine eigene Forschungsabteilung, eine neue Lehrlingswerkstätte und auch eine „Erlebniswelt“, um das Werk für die Bevölkerung zu öffnen und zu informieren, was hergestellt wird. Fehring zählt zu den größten Leiterplattenwerken Europas und profitiert von der steigenden Nachfrage nach in Europa produzierten, sicherheitsrelevanten Hightech-Lösungen. 

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Medizintechnik als Wachstumsmarkt

In Fehring werden sogenannte High-Power-Electronics-Komponenten produziert, aber nun auch Halbleitertechnologie – unter anderem für die Medizintechnik, die Mertin als einen Wachstumsmarkt sieht. Die Nachfrage nach Produkten von AT&S sei laut dem CEO momentan höher „als wir bedienen können“. Speziell in der neuen Business-Unit Defense sei die „Nachfrage enorm“. Sie spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der in den vergangenen Wochen in die Höhe geschossen ist.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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