Geschichte der WM-Gastgeber: Zwischen Triumph und großer Enttäuschung

Sport

Die Geschichte der WM-Gastgeber: Eine Story, hinter der viele Triumphe, aber auch bittere Tränen standen.

Dieses Mal gibt es mit USA, Kanada und Mexiko erstmals drei WM-Gastgeber – und alle stehen im Achtelfinale. Die USA qualifizierten sich am Donnerstag mit einem 2:0 über Bosnien für die Runde der letzten 16. Welche Mannschaften konnten ihr Heimrecht noch ausnützen und wer scheiterte:

1930: Die Geschichte der Weltmeisterschaften startete gleich mit einem Heimsieg. Unter 13 Teilnehmern (vier europäische) krönte sich Uruguay zum ersten Weltmeister. Im Finale wurde Argentinien in Montevideo 4:2 besiegt.

1934: In der Zeit des Faschismus vor dem Zweiten Weltkrieg holte sich mit Italien nach einem 2:1-Finalsieg über Tschechoslowakei erneut der Gastgeber den Titel. Diesmal kamen fast alle Teams aus Europa (12 von 15).

1938: Gastgeber Frankreich scheiterte im Viertelfinale an den Italienern, die letztlich den Titel verteidigten.

1950: Nach einem 2:1-Sieg in der Finalrunde über die Selecao wurde Uruguay Weltmeister (damals gab es kein Endspiel). Das Spiel ging als „Maracanaco“ in die Geschichte ein (Schock vom Maracana).

1954: Gastgeber Schweiz unterlag in einem legendären Viertelfinale Österreich mit 5:7, Weltmeister wurde Deutschland nach einem 3:2-Finalsieg über die Ungarn, gegen die man in der Vorrunde noch 3:8 verloren hatte. Es war das „Wunder von Bern“.

1958: Schweden war das erste skandinavische Gastgeberland und kam bis ins Finale, in dem man Brasilien mit Superstar Pele 2:5 unterlag.

1962: Wieder stürzte der spätere Weltmeister Brasilien das Gastgeberland – 4:2 im Halbfinale gegen Chile.

1966: Zum dritten Mal wurde ein Gastgeber Weltmeister. England holte sich mir dem 4:2 über Deutschland den bisher einzigen Titel.

  Arnautovic nach dem 0:3 gegen Spanien: „Das war für mich das letzte Mal“

1970: Eine der besten Weltmeisterschaften endete in Mexiko mit einem 4:1-Endspielsieg der Brasilianer über die Italiener, die im Viertelfinale die Hoffnungen der Veranstalter zerstörten (4:1).

1974: Wieder schafft Deutschland einen überraschenden Finalsieg – dieses Mal im eigenen Land. Gegen die Niederlande gab es in München einen 2:1-Erfolg.

1978: Gastgeber Argentinien hat viel getan, damit das Land Weltmeister wurde. Nach einem 3:1-Sieg über Ernst Happels Niederländer gelang dies auch.

1982: Spanien enttäuschte, zitterte sich in die 2. Finalrunde, wo dann Schluss war. Weltmeister wurde Italien.

1986: Gastgeber Mexiko scheiterte im Viertelfinale im Elferschießen an den Deutschen, die im Endspiel 2:3 gegen Argentinien verloren.

1990: Veranstalter Italien scheiterte im Halbfinale im Elferschießen an Argentinien. Die Albiceleste verlor das Finale gegen Deutschland 0:1.

1994: Die USA überstanden als Gastgeber die Vorrunde, unterlagen dem späteren Weltmeister Brasilien im Achtelfinale 0:1.

1998: Frankreich gelang es als bisher letztem Team, eine WM im eigenen Land zu gewinnen (3:0 gegen Brasilien).

2002: Erstmals gab es zwei Gastgeber. Japan scheiterte im Achtelfinale an der Türkei (0:1), Südkorea erst im Halbfinale an Deutschland (0:1) und wurde beim Triumph von Brasilien Vierter.

2006: Das deutsche Sommermärchen endete im Halbfinale mit der Niederlage gegen den späteren Weltmeister Italien.

2010: Südafrika scheiterte als erster Gastgeber schon in der Vorrunde, den Titel holte sich Spanien.

2014: Die zweite große Schande in Brasiliens Fußballgeschichte: 1:7 im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Deutschland.

2018: In Russland schnappte sich Frankreich die zweite WM-Trophäe, der Gastgeber scheiterte im Viertelfinale im Elferschießen an Kroatien.

2022: Katar ist mit null Punkten der schlechteste Gastgeber. Argentinien wurde zum dritten Mal Weltmeister.

  WM-Analyse: Warum das ÖFB-Team nicht alle Hoffnungen erfüllte

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.