
Das österreichische Frauen-Skisprungteam wird immer kleiner. Mit Lisa Eder kommt dem ÖSV nun auch das letzte Zugpferd abhanden. Die Salzburgerin verkündete ihren Rücktritt vom aktiven Sport.
Mit erst 24 Jahren. Und nach der erfolgreichsten Saison ihrer Karriere mit zwei Siegen und zwölf Podestplätzen im Weltcup.
An der Weltspitze
„Jeder Traum hat ein Ende“, schreibt Lisa Eder auf Instagram. Aber warum zieht eine Sportlerin einen Schlussstrich, die gerade an der Weltspitze angekommen ist und dank ihrer Qualitäten zu Höherem berufen ist?
Keine Sonderregel
Hier kommt Manuel Fettner ins Spiel, seit einigen Jahren der Freund von Lisa Eder. Der 40-jährige Tiroler, der eben erst seine Skisprung-Karriere beendet hat, war zugleich auch Coach, Ratgeber und einer der Wegbereiter der Erfolge im letzten Winter.
Fettners Vorteil dabei: Bei vielen Weltcup-Stationen waren die Frauen und Männer zusammen. So ließ sich sein Sport mit dem Coaching gut vereinbaren.
Laut KURIER-Informationen wünschte sich Lisa Eder ihren Freund Manuel Fettner auch nach dessen Rücktritt an ihrer Seite. Demnach hätte der ÖSV den früheren Skispringer als zusätzlichen (Privat)trainer zum offiziellen Frauen-Chef Thomas Diethart bestellen sollen.
Einzige Entscheidung
Dieser Forderung wollte und konnte der Skiverband nicht nachkommen. Hätte sich die ÖSV-Führung rund um Sportdirektor Mario Stecher darauf eingelassen, wären rasch aus allen Lagern die nächsten Wünsche nach Privattrainern dahergekommen.
Deshalb gab der ÖSV in diesem Konflikt um Eigeninteressen auch nicht nach. In der Presseaussendung zeigt man sich lakonisch. „Der ÖSV nimmt die Entscheidung respektvoll zur Kenntnis.“
Der Nordische Direktor Florian Liegl würdigte die Erfolge von Lisa Eder: „Lisa hat das Damen-Skispringen in der Vergangenheit nachhaltig mitgeprägt, speziell auch in der abgelaufen Saison mit ihren ersten Karrieresiegen.“
Source:: Kurier.at – Sport



