
Die US-Schauspielerin und Sängerin Barbra Streisand ist zum Abschluss des Filmfestivals von Cannes mit einer Ehrenpalme ausgezeichnet worden. „Sie hat sich immer dagegen gewehrt, dass andere für sie entscheiden. Sie hat oft Nein gesagt – deshalb lieben wir sie so sehr“, sagte die Schauspielerin Isabelle Huppert in ihrer Hommage. Die 84 Jahre alte Streisand hatte ihre Reise nach Cannes wegen eines Knieproblems absagen müssen und wurde in Abwesenheit ausgezeichnet.
„Das amerikanische Kino hatte lange Zeit Angst vor ihr, weil sie eine Position einnahm, die keine Frau innehaben sollte“, sagte Huppert. Streisand habe sich als erste Frau die vollständige künstlerische Kontrolle über ihr erstes Album erkämpft. Bei ihren Filmen habe sie oft in den Schnitt eingegriffen. Die US-Filmbranche sei darüber entsetzt gewesen.
Streisand bedankte sich in einer Videoansprache. „Das Kino besitzt diese magische Fähigkeit, uns miteinander zu verbinden, unsere Herzen und unseren Geist zu öffnen“, sagte sie.
Valeska Grisebach gewinnt Preis der Jury
Die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach ist für ihren Film „Das geträumte Abenteuer“ mit dem Preis der Jury in Cannes ausgezeichnet worden. Das gab die Jury der Filmfestspiele am Samstagabend bekannt. Grisebach erzählt in „Das geträumte Abenteuer“ von einer Archäologin, die in einer bulgarischen Grenzstadt an einer Ausgrabungsstätte arbeitet. Als sie einem alten Bekannten helfen will, gerät sie zunehmend in ein Umfeld aus Kriminalität. .
„Europa steht für mich für die Zusammenarbeit zwischen den Ländern“, sagte die 58-Jährige in ihrer Dankesrede. Grisebach feierte mit „Das geträumte Abenteuer“ ihr Debüt im Cannes-Wettbewerb. Ihr Vorgängerfilm „Western“ lief 2017 bei den Filmfestspielen in der Reihe „Un Certain Regard“.
Source:: Kurier.at – Kultur



