1.000 Fans in Aspern: Die ÖFB-Stars zum Anfassen

Sport

„Besser hätte der Start nicht sein können. So viele lachende Gesichter bei uns und den Fans“, Christoph Baumgartner und seine Kollegen des Nationalteams hatten beim offiziellen Anpfiff zur Mission Fußball-WM am ÖFB-Campus bei einem öffentlichen Training ihren Spaß. 1.000 junge Fans waren gekommen, um ihren Idolen zuzujubeln, Autogramme zu erhaschen und Selfies zu ergattern. Der absolute Liebling der Anhänger war schnell ausgemacht: David Alaba. Von dessen Betreten bis zum Verlassen des Platzes wurde sein Name gerufen, gesungen und geschrien. Ein junger Bub fuhr sich stolz durch seine blonden Haare, weil Alaba ihn zweimal auf den Kopf getätschelt hatte.

Pure Begeisterung

Zunächst wurde das Publikum von Teamchef Ralf Rangnick höchstpersönlich begrüßt, dann wurde unter Applaus aufgewärmt, danach Spielformen zum Besten gegeben, ehe man zum Abschluss mit einem internen Spielchen das Tempo erhöhte. Bei jedem Treffer, den ersten erzielte Venedig-Aufsteiger Michael Svoboda, wurde sogar die ÖFB-Torhymne gespielt. Die Buben und Mädchen hatten ihre Hetz’, erst recht, als das Training nach 45 Minuten zu Ende war und der Hauptakt begann.

Hunderte Fans begaben sich an den Spielfeldrand, hielten Bälle, Trikots, Handyhüllen, Fahnen oder Trinkflaschen den Stars entgegen, auf dass die alles brav mit ihren Unterschriften verzieren mögen. Alaba bewies besonders menschlichen Überblick und ging zunächst zu jenen Fans, die in Rollstühlen saßen. Für den 33-Jährigen handelte es sich in Wien-Aspern um ein Heimspiel, war er dort doch aufgewachsen. Um 13 Uhr waren dann alle Wünsche erfüllt, zogen die Schulkinder aus der Umgebung zufrieden und mit einem Lächeln im Gesicht von dannen.

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WM im Fokus

Stefan Posch, bei Como unter Vertrag und zuletzt mit Mainz erfolgreich unterwegs, sprach von einem perfekten Start. „Es ist schön, dass wir die Kinder glücklich machen konnten. Es macht uns schon stolz, dass wir so eine Unterstützung erfahren“, freute sich der Verteidiger. Nach zehn freien Tagen, die er vor allem der Familie gewidmet hat, rückt die bevorstehende WM immer mehr in den Fokus. „Sie war zwar immer im Hinterkopf, weil das ja ein Riesenereignis ist. Dennoch habe ich mich noch nicht sehr viel damit beschäftigen können.“

Perfekter Zeitpunkt

Einzig Patrick Wimmer stand am Donnerstag noch nicht auf dem Trainingsplatz. Florian Grillitsch, den zuletzt ebenfalls eine Muskelverletzung plagte, trainierte individuell. Fit und gut drauf ist Christoph Baumgartner, der nach eigenem Ermessen von seiner bisher besten Saison als Profi spricht. Für ihn kommt die WM zum perfekten Zeitpunkt. „Ich habe in den letzten zwei Jahren viel gelernt, habe mich körperlich und als Persönlichkeit entwickeln können.“ Nun soll es an die Umsetzung gehen. „Dennoch müssen wir demütig bleiben.“ Für ihn wäre die WM dann erfolgreich, „wenn wir mit den Leistungen auch das Land glücklich machen können.“ Freilich wünscht er sich auch ein Tor auf dieser Bühne, bei einer EM hat er ja schon gegen die Ukraine und gegen Polen getroffen.

Die ÖFB-Auswahl absolviert in der Seestadt bis Sonntag drei weitere Übungseinheiten, ehe am Montag (20.45 Uhr/Servus TV) im Ernst-Happel-Stadion gegen Tunesien getestet wird.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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