
Der Linzer Seniorenhersteller Emporia ist endgültig verkauft. Der norwegische Technologiekonzern Xplora Technologies schloss die Ende März angekündigte Übernahme ab und wird das gesamte Portfolio in das Unternehmen integrieren. Der Transaktionswert wird inklusive übernommener Verbindlichkeiten mit rund 9,7 Mio. Euro angegeben.
Xplora ist an der Osloer Börse gelistet und vor allem für Smartwatches für Kinder ein Begriff. Durch den Kauf von Emporia steigt das jährliche Volumen vernetzter Seniorengeräte um rund 30 Prozent. Xplora übernahm auch die Seniorenmarke Doro und stärkt damit die Marktposition in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien und den nordischen Ländern. Zusätzlich erwartet das Unternehmen Synergien in Einkauf, Produktion und Softwareentwicklung.
Digitale Sicherheitslösungen für Senioren
Strategisch setzt Xplora verstärkt auf abonnementbasierte Services und digitale Sicherheitslösungen für Senioren. Geplant sind unter anderem Fernunterstützungsfunktionen sowie Schutzmechanismen gegen Telefonbetrug und Phishing. Familienmitglieder sollen künftig Senioren direkt über Bildschirmfreigaben bei technischen Problemen unterstützen können.
Auch der Aufbau eines generationsübergreifenden, digitalen Ökosystems, das Kinder, Eltern und Großeltern über eine gemeinsame Plattform verbindet, ist geplant. „Diese Transaktion stellt einen strategischen Sprung dar in Xploras Mission, die führende globale Plattform für Sicherheit für Familien zu werden“, kommentierte Xplora-Chef Sten Kirkbak die Übernahme.
Emporia-Eigentümerin: „Übergebe ein tolles Unternehmen“
„Es war mir persönlich wichtig, dass Emporia als starke europäische Marke erhalten bleibt und dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin einen sicheren, attraktiven Arbeitsplatz haben“, kommentierte Emporia-Chefin und Alleineigentümerin Eveline Pupeter den Verkauf. „Ich übergebe an Xplora ein tolles Unternehmen mit dem besten Team, das man sich wünschen kann.“
Emporia wurde 1991 gegründet, beschäftigt aktuell rund 100 Mitarbeiter und ist den Unternehmensangaben zufolge Marktführer bei Seniorenhandys in Deutschland und Österreich. Zuletzt wurden mehr als 300.000 Geräte jährlich in ganz Europa verkauft. Aktuell telefonieren rund drei Millionen Menschen mit einem Smartphone oder Tastentelefon von Emporia.
Hauptsitz von Emporia ist Linz, weitere Standorte sind in Brüssel, Frankfurt, London, Mailand, Paris und Shenzhen. Emporia gilt weltweit als der Erfinder des Seniorenhandys (2006) und hat als Technologieführer das erste einfach bedienbare 5G-Smartphone auf den Markt gebracht.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



