
Sich selbst mit der Kamera für eine Doku begleiten, und das über zehn Jahre hinweg – so lautete ursprünglich mal der Plan der Sportfreunde Stiller. “Das haben wir dann einen Sommer lang geschafft”, wie Bassist Rüdiger Linhof dem KURIER Anfang des Jahres in München lachend erzählte. So entschied man sich dann doch dafür, das Filmen an jemanden auszulagern, “der sich auskennt in diesem Bereich”, so Sänger Peter Brugger. Das Ergebnis ist heute (Freitag) um 23.30 Uhr in der ARD zu sehen: “Sportfreunde Stiller – Mit dem Herz in der Hand” nennt sich die 90-minütige Doku, in der die Bandgeschichte von Beginn an aufgerollt wird und die drei Musiker gemeinsam zurückblicken. Die Kamera ist dabei, wenn Konzerttermine in einen großen Kalender eingetragen werden, ebenso wie in den Augenblicken vor großen Auftritten.
Nicht in der Unterhose – oder doch
“Es gab schon Momente, in denen wir gesagt haben: Bitte jetzt die Kamera aus”, erzählt Drummer Florian Weber. Eine Veto-Möglichkeit habe man sich für Gespräche eingeholt, in denen es um Partner oder Freunde geht. “Aber was uns selbst betrifft: Wir haben ja das Lied ‘Unter unten!’, wo wir über die Akzeptanz einer niedrigen Niveauschwelle singen. Uns ist wenig peinlich. Aber in Unterhosen muss man uns dann auch nicht sehen”, meint Weber schmunzelnd. Dieser Wunsch wurde übrigens nicht erfüllt – so sind auch einige Aufnahmen aus den “Jutetaschen voller alter Videokassetten” (Zitat Linhof) zu sehen.
Wegbegleiter
Die Doku, in der Wegbegleiter wie Christina Stürmer und Harald Krassnitzer zu Wort kommen, beflügle das Trio: “Sie spiegelt auf schöne Weise, was so passiert ist mit uns dreien. Und da ist immer wieder dieses Gefühl: Krass, uns gibt’s ja immer noch – und es steht immer noch was an”, findet Linhof. “Es fühlt sich super an, immer noch eine Band zu haben”, sagt Brugger. “Das ist für mich einfach die beste Art, sein Leben zu gestalten.”
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Source:: Kurier.at – Kultur



