Frankreichs Millionen-Sturm: Legende warnt vor einer Schwachstelle

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Sie liest sich wie die Gästeliste bei der Ballon-d’Or-Wahl. Die französische Offensive weist klingende Namen wie Kylian Mbappe (Real Madrid), Ousmane Dembele (PSG) und Michael Olise (Bayern München) auf. Dazu kommen etwa Desire Doue, Bradley Barcola (beide PSG), Marcus Thuram (Inter Mailand) und so weiter. Nicht weniger als neun Offensivkräfte hat Didier Deschamps in die USA mitgenommen. Einer talentierter als der andere.

Dennoch setzte der französische Teamchef zuletzt immer wieder auf den pragmatischen Ansatz und nicht auf verspieltes Ballbesitzspiel. Sein Credo: defensive Stabilität und schnelles Umschaltspiel. Die vertikalen Bälle auf Typen wie Mbappe, Olise und Dembele, die nicht nur schnell, sondern vor allem auch im 1-gegen-1 stark sind, erzeugen mehr Gefahr als eine hohe Quote im Ballbesitz.

Die simple Rechnung für den Erfolg bis ins Finale: mehr Tore als der Gegner schießen. Das klingt nach einem einfachen Unterfangen, vor allem mit dieser Offensive. Doch das Finale 2022 in Katar hat die Equipe Tricolore eine wichtige Lektion gelehrt – drei Tore von Kylian Mbappe im Endspiel in Doha haben nicht gereicht für den Pokal.

Der Teamgeist

Und dann wäre da noch etwas, das von Personen in und um das französische Team immer wieder erwähnt wird: Individuelle Klasse und einen Plan zu haben ist nur die halbe Miete. Bei einem langen Turnier, das man am Ende gewinnen will, ist eine Dynamik besonders wichtig: der Teamgeist.

„Sie haben sicher das individuelle Talent, bis zum Ziel zu kommen. Aber das wird nicht reichen“, warnt Patrick Vieira, Weltmeister von 1998. „Ich denke, die größte Herausforderung besteht darin, wie sie als Team zusammenwachsen, und ob Kylian Mbappe als Kapitän und Führungsfigur die Mannschaft zusammenhalten kann“, sagt er im Interview mit The Athletic.

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Sie haben sicher das individuelle Talent, bis zum Ziel zu kommen. Aber das wird nicht reichen

Patrick Vieira / Weltmeister von 1998

Der Teamchef

Vielleicht kann der gemeinsame Wille, einmal noch mit dem langjährigen Teamchef Didier Deschamps den großen Triumph zu erzielen, ein Motor sein. Nach 14 Jahren ist es sein letztes Turnier in dieser Funktion. Erreicht hat er so gut wie alles. Er wurde als Spieler 1998 Weltmeister und 2000 Europameister, 2018 Weltmeister als Trainer. Neben Mario Zagallo und Franz Beckenbauer ist er der Einzige, dem es gelungen ist, als Spieler und Trainer den WM-Pokal zu holen. „Ich zähle nicht jeden Tag, ich genieße jeden Tag“, sagt Deschamps und strahlt Zuversicht aus. Nach dem Sommer wird er von seinem ehemaligen Teamkollegen Zinedine Zidane abgelöst.

Die beste Art, Deschamps Tribut zu zollen, sei der WM-Sieg, sagt Kylian Mbappe. „Denn er liebt es, zu gewinnen. Deshalb werden wir dafür sorgen, dass er die beste WM aller Zeiten erlebt“, versprach der Kapitän.

Die Gruppe

Doch Favoritenrolle hin oder her – leicht wird es für Frankreich gleich von Anfang an nicht. Die Gruppe mit dem Irak, dem Fast-Sieger des Afrika-Cup Senegal und den starken Norwegern mit Erling Haaland, die durch die Qualifikation gepflügt sind wie einst die Wikinger durch die Weltmeere, verspricht viel Spannung.

Gleich zu Beginn wartet der Senegal (21 Uhr/ORF 1), der nicht nur historisch mit Frankreich eng verbunden ist, sondern der auch nach dem Desaster …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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