Duell mit Spanien: Das teuerste Stadion der Welt erwartet die Österreicher

Sport

Hereinspaziert, hereinspaziert. 

In die teuerste Arena der Welt, das SoFi-Stadium von Los Angeles, das am Donnerstag (21 Uhr/live auf ServusTV) für Österreichs Kicker zur großen Bühne wird im Sechzehntelfinale gegen Spanien. Auch die rot-weiß-roten Fans dürfen ihrer Vorfreude freien Lauf lassen, denn so ein Stadion werden sie wohl noch nie gesehen haben.

Es steht in LA im Stadtteil Inglewood, wo früher eher tote Hose herrschte. Und plötzlich landete im Jahr 2016  dieses Raumschiff, weil sich unter anderem Stan Kroenke, der Eigentümer der LA Rams, einbildete, es bräuchte eine neuer Superlative.

5,5 Milliarden Dollar kostete der Komplex, die Hälfte davon floss ins Stadion. Zudem gibt es einen Themenpark, der größer als Disneyworld ist und auch ein Theater für 6000 Zuschauer beinhaltet. Nichts an diesem Stadion entspricht dem, was man vielleicht als normal bezeichnen würde. 

Tiefergelegt

Man musste 30 Meter in die Tiefe graben, damit die Ränge nicht zu weit in die Höhe ragen. Der Grund bringt einen zum Schmunzeln: es befindet sich in der Einflugschneise zum internationalen Flughafen und wäre gar ein Hindernis für Flieger, die sich im Landeanflug befinden.

Bei der WM finden 70.000 Fans Platz, das Fassungsvermögen für Football-Spiele beträgt über 100.000. Auch die Abo-Preise befinden sich in einer anderen Dimension. 1800 Dollar zahlt man für einen Platz am Juche, halbwegs gute Tickets kosten 50.000 Dollar. 

Möchte man in den exklusiven Club des Herrn Stan „The Man“ Kroenke, dann muss man von ihm eingeladen werden, ein paar Millionen hinzublättern. Dafür bewegt man sich auch auf italienischem Marmor und schlürft den Schampus aus goldenen Kelchen. Die Sicht von den Sitzen auf das Feld soll auch nicht die schlechteste sein.

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Die FIFA freut sich nicht weniger als 19 Merchandising Stores innerhalb des Areals verwenden zu können, die sonst den Rams gehören. Im VIP-Klub werden Cocktails extra für das jeweilige Event gemixt. 

Bei der WM gibt es ebenso eigene wie bei Konzerten, da werden sie zum Beispiel auf den Künstler abgestimmt. Würde also Wolfgang Ambros in Los Angeles seinen „Zentralfriedhof“ zum Besten geben, würde man wohl einen weißen Spritzer servieren.

Erdbeben-sicher

Da sich in Los Angeles aufgrund der Tektonik immer wieder die Erde bewegt, hat man teure Vorsorge getroffen. Jeder Säule des Stadions schwingt für sich um ausgleichend zu wirken, zudem gibt es rund um die ganze Arena horizontale Puffer, die auftretende Energien abfangen sollen.

Viel Energie braucht auch der sagenhafte Videoring, der über dem Spielfeld schwebt, ebenso lang und breit ist wie das Geläuf selbst. 80 Millionen Pixel sorgen für ein visuelles Erlebnis der ganz besonderen Art.

Das Spezielle: Der Video-Ring  zeigt Bilder auf der Außen- wie auch auf der Innenseite, wodurch jeder Besucher eine perfekte Sicht auf das Gezeigte genießt, gleich wo sich der Sitz befindet.

Mateo  ist Guide im SoFi-Stadium und lobt das Areal vor Besuchern in den allerhöchsten Tönen. Auf Nachfrage gibt er zu Mexikaner zu sein und das Aztekten-Stadion noch geiler zu finden. Weil es ein historischer Tempel des Fußballs mit viel Geschichte ist. 

Dennoch kann es mit dem SoFi-Stadium nicht wirklich mithalten. Viele Österreicher werden am Donnerstag in den Genuss eines außerordentlichen Stadionbesuchs kommen.

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Source:: Kurier.at – Sport

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