Rote Karte und Tor: Folarin Balogun als tragischer US-Held

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Kurz vor der Halbzeitpause brachte der US-amerikanische Stürmer Folarin Balogun seine Mannschaft im Sechzehntel-Finale gegen Bosnien-Herzegowina mit 1:0 in Führung. Wenige Augenblicke darauf hatte er auch noch das 2:0 am Fuß, scheitere aus kurzer Distanz allerdings an der Latte. Nach etwas mehr als einer Stunde war sein Arbeitstag dann aber zu Ende, allerdings nicht wegen einer Auswechslung unter tosendem Applaus der heimischen Fans. 

Balogun hatte den ehemaligen Bundesliga-Kicker Tarik Muharemovic unglücklich getroffen, aber mit offener Sohle voll am Knöchel. Dieser lag zwar einige Momente auf dem Boden und musste behandelt werden, konnte jedoch weiterspielen.

Messi-Foul und „zweierlei Maß“?

Schiedsrichter Raphael Claus gab erst gar keine Karte, wurde jedoch vom VAR anschließend an den Bildschirm gebeten. Zurück aufs Spielfeld kam er mit der roten Karte für den US-Amerikaner. Während der Platzverweis nach Ansicht der Zeitlupenbilder vertretbar erscheint, herrscht bei einigen Unverständnis darüber. Auch ORF-Experte Michael Liendl meint: „Für mich ist das keine rote Karte“. Der Ex-Profi verwies auf die umstrittene Szene des Superstars Lionel Messi in seinem ersten Gruppenspiel gegen Algerien, wo er ebenfalls mit offener Sohle hinten in seinen Gegenspieler stieg und nicht ausgeschlossen wurde: „Es wird mit zweierlei Maß gemessen.“

USA ohne bestem Torjäger gegen Belgien

Im Achtelfinale bekommt es der WM-Gastgeber USA mit Belgien zu tun, das sich in einem hochdramatischen Comeback noch gegen Senegal durchsetzen konnte. Teamchef Mauricio Pochettino muss dabei nun auf seinen besten Torjäger Balogun verzichten. Nach seinem üblen Tritt wird er vermutlich für ein Spiel gesperrt werden. In seinen bisherigen drei WM-Spielen erzielte der 24-Jährige drei Tore. Im letzten Gruppenspiel gegen die Türkei wurde er geschont. 

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Balogun wurde als Sohn nigerianischer Eltern in New York City geboren und wuchs in London auf. Nachdem er sowohl für das US-amerikanische als auch für das englische Nachwuchs-Nationalteam gespielt hatte, entschied er sich erst 2023 für sein Geburtsland und debütierte kurz darauf in der A-Nationalmannschaft. 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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