Nächster Rapid-Anlauf für den historischen Sieg – mit neuem System?

Sport

Es kann vorkommen, dass bei Rapid-Reisen auf dem nächtlichen Rückflug gesungen wird. Am Mittwoch kam es zur Premiere: Die Rapid-Spieler stimmten noch vor dem Abflug nach Edinburgh ein Ständchen an: Issiaka Ouedraogo wurde zum Geburtstag gratuliert.

Das zeigt, wie beliebt der vom „nur“ Integrationsbeauftragten zum Co-Trainer aufgestiegene 38-jährige Ex-Stürmer ist. Andererseits wurde auch die aktuelle Fröhlichkeit unter den Rapidlern hörbar.

Ob das Hoch beim Hinspiel im Play-off zur Conference League gegen Heart of Midlothian (20.45, ORF 1 live) anhält?

Das wird von Antworten auf einige Fragen abhängen:

Ist der Kader nach acht Spielen in nur vier Wochen noch frisch genug?

Erstmals wird es keine Rotation geben, Schöller kann wegen einer leichten Oberschenkelverletzung nicht wie geplant verteidigen.

Die Stammelf soll reinbeißen und dann am ersten freien Wochenende durchschnaufen. Gulliksen fehlt erkrankt.

Wie legt es Rapid an?

Der zehnte Pflichtspielsieg in Serie wäre für Trainer Hoff Thorup historisch: Seit der Liga-Gründung 1974 schaffte lediglich Legende Baric eine zweistellige Serie, 1987 mit zwölf Siegen.

„Wir wollen immer gewinnen, aber je nach Spielverlauf könnte ein Remis okay sein“, rechnet Hoff Thorup.

Im Training ließ der Däne Amane, Bajlicz und Seidl gemeinsam im 4-3-3 üben. „Das könnte in Zukunft für uns eine Waffe werden“, bestätigt Hoff Thorup auf KURIER-Anfrage. Allerdings ist der Zeitpunkt des Wechsels vom 4-2-3-1 noch offen: „Ich müsste einen Offensivspieler dafür opfern, das ist aktuell wirklich schwierig. Wir müssen den richtigen Gegner dafür erwischen.“

Warum startete Hearts so schlecht in die Saison?

Wer nur den Gesamtscore von 0:6 gegen Sturm in der Quali zur Champions League gesehen hat, wundert sich über die 50/50-Einschätzung der Buchmacher. „Ich habe Sturm wegen meinem Bruder Simon genau zugesehen. Es hätte die Chancen für viel knappere Partien gegeben“, betont Kapitän Seidl.

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„Seither ist Hearts viel besser geworden, versteht die Ideen des neuen Trainers“, sagt Hoff Thorup. Den Schotten sind nach dem Vizemeistertitel viele Topspieler abhandengekommen, mit Verspätung griff der Umbau: 4:0 gegen Dundee, 6:2 gegen Inverness.

Wie sieht die Bilanz von Rapid in Schottland aus?

Schlecht. In sieben Partien gab es null Siege (das 1:0 gegen Celtic im Wiederholungsspiel war in Manchester). Der Höhepunkt war das 2:2 in Dundee mit dem Aufstieg im Elferschießen 2025.

„Der Tynecastle Park kann extrem laut werden. Sie nutzen Standardsituationen, um Feuer reinzubringen“, sagt Hoff Thorup. „Wir müssen ihren Rhythmus killen und mit Ballstafetten ihnen das Momentum nehmen“, fordert Cvetkovic.

Hoff Thorup: „Wenn der Plan aufgeht, wird es leise werden im Stadion.“

Gibt es noch Transfers?

„Ich möchte so viele Spieler wie möglich halten. Wenn wir in die Ligaphase kommen, gibt es eine Chance, dass alle vom Stamm bleiben“, erklärt Hoff Thorup.

Zwei Wochen nach einem abgelehnten Angebot wirbt Samsunspor weiter um Nenad Cvetkovic. „Jetzt zählt nur das Play-off“, bleibt der Serbe fokussiert.

Der Routinier will nun bewusst nicht mit Sportchef Katzer über einen Transfer sprechen.

Nur wenn der Aufstieg gelingt, kann Katzer bei der bisherigen Linie bleiben, auch gute Angebote abzulehnen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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