„Notti magiche“: Österreichs Volleyball-Frauen fiebern der EM entgegen

Sport

Es kribbelt schon seit Tagen. Dana Schmit spielte in den besten Ligen Europas auf, kennt die Champions League, war französische Vizemeisterin und wird auf den Straßen in Italien erkannt, weil dort eine andere Tradition im Volleyball herrscht.

Und dennoch sagt die 27-Jährige: „Diese EM ist mein großes Highlight. Es ist ein Traum, den wir uns erfüllen konnten.“

Kein Wunder, es ist schließlich die erste seit 1971 – damals musste man sich nur anmelden – und die erste überhaupt, für die sich Österreichs Frauen richtig qualifizieren konnten. Schmit, die mit 17 schon den Sprung ins Ausland schaffte und seit ihrem 14. Lebensjahr Zuspielerin ist (früher hieß das Aufspielerin), und ihre Kolleginnen fiebern der Premiere entgegen. Auch wenn es nicht leicht wird, am Freitag warten in Brünn (weiters wird Göteborg, Baku und Istanbul gespielt) mit den Serbinnen gleich die amtierenden Weltmeisterinnen. „Wir sind nicht die Nation, die alle zwei Jahre eine Europameisterschaft spürt, das ist klar, der serbische Trainer allein macht seine elfte EM“, sagt Teamchef Roland Schwab, seit 2022 im Amt. „Wir müssen frech und mutig sein.“

Schwab weiß, was er seinen Akteurinnen immer wieder vorspielt, nämlich Gianna Nanninis „Notti magiche“, den Song der Fußball-WM von 1990. Magische Nächte sollen Österreichs Frauen im Rahmen dieser EM erleben, auch gegen Tschechien (am Samstag), die Ukraine, Griechenland und Bulgarien, den anderen Gruppengegnerinnen.

Kickerblut

Dass der Trainer ausgerechnet den Fußball als Musterbeispiel heranzieht, liegt auf der Hand, nicht nur weil Stefan Schwab, ehemaliger Rapid-Spieler, Griechenland-Legionär und nun bei der SV Ried aktiv, sein Bruder ist. Der mittlerweile 42-jährige Schwab spielte selbst Fußball in Saalfelden (Salzburger Landesliga) und war als Biathlet Teamkollege von Simon Eder und Schützling von Alfred Eder, ehe es ihn zum Volleyball verschlug. „Bei uns im Pinzgau war Bewegung alles.“

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Und Dana Schmit weiß trotz Testspielniederlagen gegen Montenegro und Deutschland: „Wir sind ein cooles Team, ich sehe viel Potenzial.“

Schwab wünscht sich noch mehr Aufmerksamkeit im Volleyball  („Wenn man Alfred Eder fragt, was sein  Beruf ist und er sagt Biathlon-Trainer, antwortet jeder ’super’), betont aber, „dass bei Frauen und Männer die Bezahlung und Ausfallhaftung im Verband gleich ist“. Die Männer- und Frauen-Nationalteams hätten die absolut gleichen Bedingungen. 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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