„Ihm dienen, ihn glücklich machen“: Streit um Trumps treueste Assistentin

Politik

Ihre Anwesenheit galt als selbstverständlich, ihr Job eigentlich keine Nachfrage wert. Natalie Harp, die blonde, unerbittlich lächelnde 35-Jährige, galt als eine jener stets perfekt gestylten „persönlichen Assistentinnen“ des US-Präsidenten, die auf jedem Bild zu sehen, aber nie öffentlich zu hören sind. Entsprechend gering war das mediale Interesse. Bis Trump beim NATO-Gipfel in Ankara im Juli in einer großangelegten Kommandooperation im Container aus der Air Force One evakuiert wurde.

Außenminister blieb zurück, Natalie wurde gerettet

Den Großteil seines Stabes, inklusive Außenminister Marco Rubio, ließ Trump als „Köder“ für die mutmaßlichen iranischen Attentäter in der Präsidentenmaschine zurück. Im Container aber saß – neben einer Handvoll Sicherheitsleute – Natalie Harp. Als die Details der geheimnisumwitterten Rettungsaktion schließlich bekannt wurden, sorgte Harps Platz im Container nicht nur für Verwunderung, sondern sehr rasch auch für böse Kommentare des politischen Gegners. Am heftigsten wohl der des demokratischen Senators Jon Ossof aus Georgia: „Der Präsident will seinen Job eigentlich nicht, er will nur seinen Ballsaal bauen und mit seiner Natalie herumreisen, in dieser offensichtlich ungeschützten Präsidentenmaschine aus Katar.“

Die Reaktionen aus dem Trump-Lager waren entsprechend heftig. Man warf dem Senator und gleich auch pauschal den Demokraten Sexismus und Frauenfeindlichkeit vor. Da werde eine Frau, die wichtige Arbeit für den Präsidenten verrichte, herabgewürdigt. Trump selbst wich Fragen nach der Rolle von Natalie Harp und ihren Aufgaben aus. Doch langjährige Korrespondenten im Weißen Haus wissen ohnehin gut Bescheid.

Die Frau mit dem Drucker

Harp ist vor allem dafür zuständig, Trump mit einem ständigen Fluss an Kommentaren und Reaktionen zu seiner Politik und seinen öffentlichen Auftritten zu versorgen. Da der Präsident nicht mehr der Jüngste ist und entsprechende Gewohnheiten hat, liest er Texte lieber auf Papier. Und genau dafür sorgt die Assistentin mit Hilfe eines kleinen tragbaren Druckers, den sie immer bei sich hat.

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Keine Wochenenden und immer gestylt

Die 35-Jährige gilt als unglaublich engagiert und fleißig. Sie kenne keine Wochenenden und sei Tag und Nacht verfügbar, berichten US-Medien. Außerdem folgt Harp strikt dem Verhaltenskodex für die Frauen im Umfeld des Präsidenten. Von ihnen wird nämlich immer perfektes Styling verlangt, und das beinhaltet neben Gelnägeln und künstlichen Wimpern auch eine Frisur, für die im Laufe eines Tages Stunden an Föhnen und Unmengen an Haarspray aufgewendet werden müssen.

Kitschige Liebeserklärungen

Wie eng und auch emotional das Verhältnis der beiden ist, darüber hatten US-Medien schon unmittelbar nach Trumps Wiederwahl berichtet, als Harp immer häufiger ins Bild rückte. Trump bezeichne die Assistentin als „Süße“. Sie wiederum schicke ihm Botschaften, in denen auch Dinge zu lesen sind wie: „Du bist das Einzige, das mir wichtig ist.“

Offensichtlich, so interpretieren das Beobachter, handle es sich um eine Art Vater-Tochter-Verhältnis, das in diesen Texten klar zutage trete: „Ich will Dir Freude bringen, sodass wir das Gefühl haben, durch einen Tag zu kommen, ohne jemals über die Arbeit reden zu müssen.“ Harps Einsatzbereitschaft überwindet auch mühelos die Grenzen der Peinlichkeit. So gibt es Aufnahmen von ihr, während sie in Schottland hinter Trumps Golfwagen hinterher sprintet, vermutlich, weil man sie vergessen hatte. Trotzdem soll sie sich nachher bei ihm für ihren peinlichen Auftritt entschuldigt haben.

Er hat mich gerettet

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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