Bargeldstudie 2026: Fast ein Fünftel zahlt ausschließlich bar

Wirtschaft

„Wer heute noch kein bargeldloses Bezahlen anbietet, lässt sich Umsatz an der Kassa entgehen“, sagt Angela Knötzl, Country Managerin Österreich bei Global Payments. Das zeigt sich in der neuen „Bargeldstudie 2026“, durchgeführt von Global Payments gemeinsam mit ihrem Joint-Venture-Partner der Ersten Bank und Sparkasse. Zwar finden 88 Prozent der Bevölkerung Bargeld wichtig, gleichzeitig wächst die Distanz zwischen Bar- und Kartenzahlern. „Cash Only“ führt zu immer mehr Unzufriedenheit.

Immer mehr zahlen mit digitaler Karte

Bei den 16- bis 29-Jährigen zahlt mehr als die Hälfte mehrheitlich oder fast ausschließlich mit Karte. Auch wird öfter das Handy oder die Smartwatch statt der physischen Karte zum Kartenlesegerät hingehalten. 38 Prozent der Bevölkerung haben ihre Karte bereits auf dem Smartphone oder der Smartwatch hinterlegt. Das ist ein Plus von sechs Prozentpunkten gegenüber 2025. „Seit dem Start der Erhebungsreihe 2022, als es erst 18 Prozent waren, hat sich der Anteil damit mehr als verdoppelt“, sagt Knötzl.

Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei den Menschen, die ohnehin überwiegend oder etwas mehr mit der Karte als bar zahlen. In diesen beiden Gruppen gemeinsam nutzen bereits 63 Prozent eine digitale Karte. Selbst bei den vorwiegend Barzahlern ist der Wert von 25 Prozent (2025) auf 28 Prozent gestiegen. Parallel dazu bieten mehr und mehr Betriebe Kartenzahlung an: Trafiken, Kaffeehäuser oder kleine Bäckereien. Laut Knötzl kommen auch kleinere Betriebe der Erwartung ihrer Kunden nach, mit Karte zahlen zu können.

Ausschließlich Barzahlung

Nach wie vor zahlen 19 Prozent der Bevölkerung ausschließlich mit Bargeld. Dieser Wert hat sich seit 2025 nicht verändert. Bei den über 70-Jährigen und Menschen mit formal niedrigeren Bildungsabschlüssen ist die Präferenz für Bargeld besonders stark. Dennoch finden 88 Prozent der Bevölkerung, egal ob Kartenzahler oder Barzahler, Bargeld wichtig. Rund 30 Prozent der Österreicher bewahren zuhause mehr als 300 Euro in bar auf.

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Wenn einmal nur Barzahlung möglich ist, führt das vor allem bei Viel-Kartenzahlern zu Unzufriedenheit. 71 Prozent dieser Gruppe würden eine Kartenzahlungsmöglichkeit als Erleichterung empfinden. „Für Vielnutzer der Karte ist bargeldloses Zahlen längst zur Selbstverständlichkeit geworden, Bargeldbeschaffung empfinden sie zunehmend als lästige Pflicht“, sagt Knötzl. Barzahler sehen das genau umgekehrt.

Zur Studie

Global Payments beauftragte in Zusammenarbeit mit der Erste Bank und Sparkasse das Marktforschungsinstitut INTEGRAL und SENSOR Marktforschung mit einer repräsentativen Online- und Telefonbefragung zum Thema Bargeld in Österreich. Es wurden 800 Menschen im Zeitraum vom 1. bis 21. Mai 2026 befragt.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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