Weltmeisterin Höll: „Vielleicht fühlen sich Drogen so an“

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Valentina Höll fühlt sich deutlich wohler, wenn sie mit mehr als 70 km/h auf ihrem Mountainbike den Berg hinunter rast, als bei einem Interview-Marathon. Letzteres gehört aber auch dazu – vor allem wenn man gerade zum fünften Mal in Folge Weltmeisterin im Downhill geworden ist und auch bereits erneut als Gesamtweltcupsiegerin feststeht.

Doch die 24-jährige Salzburgerin meistert auch diese Hürde souverän, Angst kennt sie sowieso keine. Auch auf dem Bike fährt die nicht mit. „Angst nicht, aber Respekt. Der ist auch wichtig, damit man zu 100 Prozent fokussiert bleibt.“ Passieren kann nämlich immer etwas. Wie oft sie stürzt? „So wenig wie möglich.“ Aber ab und zu kommt es eben doch vor, wenn es nass und rutschig ist, auch öfters.

Wirklich schlimm hat es Höll bei der Heim-WM in Leogang 2020 erwischt, als sie sich im Abschlusstraining „das Sprunggelenk zerstört“ hat. Sonst ist sie bislang ohne gröbere Verletzungen durchgekommen. „Ich bin auch sehr viel im Fitnessstudio und hab mir quasi einen Panzer aufgebaut.“

Als fünffache Ski-Weltmeisterin hätte sie wohl einen anderen Bekanntheitsgrad, doch das stört Höll nicht. „Mir ist nicht so wichtig, was andere Leute von mir denken. Ich brauche keine Bestätigung von außen. Ich hab die coolsten Freunde und die beste Familie – die schenken mir genügend Aufmerksamkeit und Liebe.“

Siegen macht süchtig

Ein bisschen mehr Aufmerksamkeit von außen wäre aber auch nicht schlecht. „Nicht, damit mich mehr Leute auf der Straße erkennen. Es geht darum, dass diese coole Sportart mehr Aufmerksamkeit bekommt und mehr Kids anfangen zu biken.“ Wegen des Geldes schwingt sich Höll nicht auf ihr Bike – für WM-Gold hat es 5.000 Euro gegeben. Mit Sponsoren kann sie aber gut leben. „Ich beschwere mich nicht.“

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Genug hat sie auch mit dem fünften WM-Gold in der Tasche noch nicht. Siegen macht eben süchtig. „Das Gefühl des Gewinnens ist so addictive. Ich habe noch nie in meinem Leben Drogen probiert, aber vielleicht fühlt sich das so an.“ Höll wird also auch nächstes Jahr wieder Vollgas geben. Nach den letzten beiden Saisonrennen steht aber erst einmal der wohlverdiente Urlaub auf dem Programm.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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