Iran offen für diplomatische Lösung mit den USA

Politik

Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich im festgefahrenen Konflikt mit den USA erneut für eine diplomatische Lösung ausgesprochen.

„Sollten die USA zu ihren Verpflichtungen (…) zurückkehren, wird auch die Islamische Republik Iran unverzüglich entsprechend handeln“, zitierte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna aus einer Rede Peseschkians beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek.

Auch Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte am Donnerstag die Tür für eine diplomatische Lösung weiter offen gehalten. Vergangene Woche hatten regionale Staaten eine neue Runde diplomatischer Bemühungen begonnen. Delegationen der Vermittlerstaaten Pakistan, Katar und Oman waren dafür in die iranische Hauptstadt Teheran gereist.

Rund ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs steckt der Konflikt in einer Sackgasse. Der Iran fordert dafür von der US-Regierung Zugeständnisse, wie sie in dem Rahmenabkommen im Juni vereinbart worden waren.

US-Präsident Donald Trump will den Iran derweil mit einem „Wirtschaftskrieg“ unter Druck setzen. Am Wochenende war der Konflikt erstmals seit Wochen am Persischen Golf mit gegenseitigen Angriffen wieder militärisch eskaliert.

Iran: Tausende Flugabwehreinheiten

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge landesweit Flugabwehreinheiten an mehr als 3.800 Orten stationiert. „Viele dieser Orte befinden sich in schwer zugänglichen Gebieten. Iran ist ein Land mit vielfältigen geografischen Gegebenheiten, und die Luftverteidigungskräfte sind in Wüsten, an Küsten, auf Inseln und im Gebirge stationiert“, sagte ein iranischer General im Staatsfernsehen.

Seinen Worten nach wurden bei den vergangenen militärischen Konflikten mit den USA und Israel seit Oktober 2024 rund 160 Soldaten der Flugabwehr getötet. In dem Interview äußerte er auch vorsichtige Kritik an importierten Waffensystemen. Der Iran sei daher zum Ergebnis gekommen, vermehrt heimisch produzierte Flugabwehrsysteme einzusetzen.

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Die USA und Israel haben in ihrem Krieg gegen den Iran auch gezielt Radarsysteme, Flugabwehrbatterien und Luftwaffenstützpunkte angegriffen. Zeitweise gab es Berichte, wonach Irans Streitkräfte den Luftangriffen der technologisch überlegenen Kampfflugzeuge wenig entgegensetzen konnten. Dennoch wurde wiederholt über abgeschossene Kampfdrohnen über iranischem Gebiet berichtet. Angaben über militärische Verluste im Iran sowie deren eigene Errungenschaften lassen sich kaum unabhängig überprüfen.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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