
Nach der Wiederaufnahme heftiger gegenseitiger Angriffe hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Attacken gedroht.
„Wir haben letzte Nacht weit mehr als nur ihren Radar in die Luft gejagt“, sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. „Es war ein sehr heftiger Angriff letzte Nacht, und wir sind bereit, jederzeit einen weiteren zu starten.“ Bei den amerikanischen Luftangriffen in der Nacht auf Mittwoch wurden iranischen Medien zufolge mindestens 19 Menschen getötet.
Die erneute US-Militäroffensive gegen den Iran wird laut Trump nicht „zu lange“ andauern. Der Iran versuche, eine Rakete zum Abwurf von Minen zu bauen, so Trump im Oval Office. Die USA hätten diese jedoch zerstört. Zudem habe der Iran an der Instandsetzung seiner Radar-und Raketensysteme gearbeitet, die ebenfalls Ziel der US-Angriffe gewesen seien. „Wir haben das gesamte neue Gerät ausgeschaltet, das sie entlang der Straße von Hormus in Stellung zu bringen versuchten“, argumentierte Trump.
„Militäreinrichtungen attackiert“
Das US-Militär hatte von Dienstag auf Mittwoch nach eigenen Angaben Militäreinrichtungen der iranischen Streitkräfte attackiert. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Ziele im Irak, Jordanien, Kuwait und Bahrain. Der Konflikt spielt sich dabei vor allem an der Straße von Hormus und den iranischen Südprovinzen ab.
Auf der Insel Lawan kamen demnach drei Mitglieder einer paramilitärischen Einheit ums Leben, in der Provinz Kermanshah sieben Soldaten der Luftstreitkräfte der Revolutionsgarden. Bei Sirik nahe der iranischen Küste sei ein Gebäude einer Hochzeitsfeier getroffen worden. Dabei kamen vier Menschen ums Leben, unter ihnen ein kleines Kind. Teheran warf den USA daraufhin Kriegsverbrechen vor. Außenamtssprecher Ismail Baghai bezeichnete den Angriff an der iranischen Südküste auf X als „verzweifelten Versuch“ der USA, ihr Scheitern im Krieg zu verbergen. In der Industrieprovinz Khuzestan meldeten Behördenvertreter sieben Tote.
Hochzeitsfeier bombardiert
„Die Wahrheit über diesen völkerrechtswidrigen Krieg und das wahre Gesicht des Kriegsverbrechens zeigen sich in Sirik, wo eine Hochzeitsfeier brutal bombardiert wurde“, erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am Mittwoch im Onlinedienst X.
Die USA versuchten verzweifelt, „ihr Scheitern zu vertuschen“, schrieb Bakaei.
Der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte auf X: „Wenn eine Macht sich wie Satan verhält, Ziele wählt wie Satan und tötet wie Satan, dann ist sie Satan.“ Der Begriff „Großer Satan“ für die USA wurde vom Gründer der Islamischen Republik Iran, Ayatollah Ruhollah Khomeini, im Jahr 1979 geprägt.
Auch der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Angriff auf die Hochzeitsfeier. In einem Brief an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag forderte er eine Untersuchung, wie die Hilfsorganisation mitteilte.
Das US-Militär hat Berichte über einen tödlichen Raketeneinschlag auf eine Hochzeitsfeier im Iran weder bestätigt noch dementiert. Man sei sich der Berichte bewusst, die von iranischen Staatsmedien stammten, teilte der Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos CENTCOM, Tim Hawkins, auf Anfrage mit. „Das US-Militär nimmt niemals Zivilisten ins Visier“, betonte er und stellte das als Unterschied zum Vorgehen der iranischen Revolutionsgarden dar.
Angriffe auf Basen der US-Streitkräfte
Als Vergeltung auf US-Angriffe hatte der Iran seine Attacken auf US-Ziele in umliegenden Ländern der Region verstärkt. Dutzende Angriffsdrohnen hätten Radarsysteme und Positionen der US-Streitkräfte auf den Stützpunkten Al Dhafra und Al Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten attackiert, teilte die …read more
Source:: Kurier.at – Politik



