Traiskirchen: Schlumpfen mit Sinn im Gewerbepark

Kultur

Traiskirchen war bisher bekannt als Weinstadt, als Beherbergungsort für Flüchtlinge, die untergegangene Reifenindustrie von Semperit – und für Andreas Babler.

Nun sollen blaue Männchen das Städtchen vor den Toren Wiens bevölkern und einen Imagewechsel hin zur Freizeitoase befördern. Am 23. Oktober, dem 68. Geburtstag der Schlümpfe, wird die Schlumpfwelt Traiskirchen eröffnen. Noch laufen die Arbeiten im Gewerbepark in einer ehemaligen Semperit-Halle. Das berühmte Comic-Dorf soll dann auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern physisch erlebbar werden. Lizenziert hat das I.M.P.S., jener Konzern, der die Rechte am Werk des belgischen Zeichners Peyo verwaltet.

In einem Schlumpfmuseum können auch Erwachsene – so sie nicht im Gastrobereich hängen bleiben – einen Rückblick auf die Geschichte der Schlümpfe seit 1958 werfen und damit auch auf Kindheitserinnerungen. Die Schau ist eine Hommage an den 1992 verstorbenen Schlümpfe-Schöpfer Peyo und soll die Schlumpf-Werte Freundschaft, Respekt und Zusammenhalt vermitteln.

Bildung und Spaß

Hauptsächlich richtet sich das Angebot an Kinder und Jugendliche von 5 bis 18 Jahren und setzt dabei auf Edutainment, eine Mischung aus Bildung und Spaß. Die jungen Besucher sollen durch 15 Attraktionen zum Mitmachen animiert werden: „Im sechs Meter hohen Schlaubaum erkunden sie den Waldkreislauf, während am Schlumpfstrand echtes Teamwork gefragt ist, um gemeinsam ein Floß über den Teich zu steuern“, heißt es. In einer Wasserwerkstatt sollen physikalische Prinzipien wie Strömung und Druck begreifbar werden. Die Schlumpfwelt wartet zudem mit einem „Gargamelhaus“ und einem „Wolkenflitzer“ auf. Über die Registrierung für die „Schlumpf-Post“ locken Making-Of-Videos und Tickets vor dem offiziellen Vorverkauf, der am Freitag startet.

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Eigenständig

In Traiskirchen entstehe die erste eigenständige Schlumpfwelt Europas, hieß es laut Aussendung. Bisher waren die „Schtroumpfs“ (franz. Original) Einzelattraktionen in Freizeitparks wie dem deutschen Plopsaland. In Frankreich war 1989 ein „BigBang Schtroumpf“ entstanden, das Schlumpfthema wurde aber nach finanziellen Problemen schon 1998 wieder aufgegeben.

Wer Schlaumi & Co. lieber von der Couch aus betrachtet, hat die Wahl zwischen der Cartoonserie von Hanna-Barbera (1981–1989), einer neuen Animationsserie (auf KiKa und Netflix) oder mehreren Langfilmen.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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