Phänomen Antonelli: Der Monza-Sieger erobert die Herzen der Italiener

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Spätestens mit seinem Heimsieg in Monza hat Kimi Antonelli die Herzen der italienischen Motorsportfans endgültig erobert. Nur zwei Wochen nach seinem 20. Geburtstag feiert der Mercedes-Pilot ausgerechnet beim Heim-Grand-Prix in Monza einen spektakulären Sieg, und das nach einem Start von Platz 19. Mit 26 Überholmanövern begeisterte der junge Formel-1-Fahrer die Tifosi und sorgt damit für eine Euphorie, die selbst Mercedes-Teamchef Toto Wolff staunen lässt.

„Er ist ein Riesenphänomen in Italien, das wird jetzt noch größer werden“, sagt Wolff. Die italienischen Medien überschlagen sich derweil mit Lob. Die Gazzetta dello Sport vergleicht Antonelli bereits mit den Sportikonen Alberto Tomba und Valentino Rossi und schreibt von einem „spektakulären Rennen“. Angesichts der derzeit strauchelnden Ferraris scheint Italien in Antonelli einen neuen Hoffnungsträger gefunden zu haben.

Antonelli selbst findet die passenden Worte nach seiner spektakulären Aufholjagd: „Das war eines der besten Rennen, die ich bisher gefahren bin – und eines, an das ich mich für immer erinnern werde.“ Ob es das beste Rennen seiner Karriere gewesen sei? Der 20-Jährige antwortet grinsend: „Das Beste kommt noch.“ Sportlich könnte es für den jungen Italiener kaum besser laufen. Mit seinem Sieg baut er die Führung auf 66 Punkte vor seinem Mercedes-Teamkollegen George Russell aus. Mehr als die Hälfte der bisherigen Grand-Prix hat der WM-Führende gewonnen, dennoch bleibt er mit Aussagen über einen möglichen WM-Triumph vorsichtig: „Es ist definitiv ein sehr starkes Jahr bis jetzt, aber es sind noch viele Rennen und es kann alles passieren.“

Auch Russell erkennt die derzeitige Stärke seines Teamkollegen an. Der Engländer, der zu Saisonbeginn noch als WM-Favorit gegolten hatte, rechnet aktuell nicht mehr mit einem Comeback: „Kimi hat es unter Kontrolle, und er hat es verdient, unter Kontrolle.“ Antonelli „performt unglaublich gut“, weshalb es eine „außergewöhnliche Herausforderung“ sei, den Rückstand noch aufzuholen.

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Verstappen: „Wie eine Schildkröte“ auf den Geraden

Hinter den beiden Mercedes-Piloten landete Max Verstappen im Red Bull auf dem dritten Platz. Der Niederländer hatte vor allem auf den Geraden mit einem langsamen Auto zu kämpfen. „Wenn die Leute an dir vorbeifahren, als wärst du eine Schildkröte“, mache es wenig Spaß, sagt Verstappen. Auf den Bremsen sieht Verstappen dagegen eine Stärke des Red-Bull-Boliden. Gleichzeitig weiß der Niederländer, dass es noch einige Bereiche am Auto zu verbessern gibt.

Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte das Duell der beiden Mercedes-Fahrer. Unterschiedliche Reifenstrategien brachten Antonelli gegen Rennende an Russell vorbei. Vier Runden vor Schluss musste der spätere Sieger dabei sogar ins Kiesbett ausweichen. Wolff sieht darin einen Moment, aus dem das Team lernen müsse, lobt aber zugleich das faire Duell: Beide hätten gezeigt, „dass sie hart miteinander fahren können, ohne sich abzuschießen“. Am kommenden Wochenende wartet in Madrid bereits die nächste Chance auf Antonelli, seine WM-Führung weiter auszubauen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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