Potapowa vor dem US-Open-Achtelfinale: „Anastasia hat ihr Mindset gefunden“

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Ständig ist sie auf der Suche. Nach einer Heimat, nach Erfolg und nicht nur das. „Ich fürchte mich eigentlich vor gar nichts, ich suche immer nach Adrenalin.“

Anastasia Potapowa hat zumindest wieder auf der Erfolgsleiter eine ziemlich hohe Stufe gefunden. Und Adrenalin bekam sie genug, Emotionen pur ebenso. Beim letztlich relativ klaren 6:2-7:5-Erfolg über Hausherrin und Vorjahresfinalistin Amanda Anisimova bekam sie genug davon. Nicht nur, weil der zweite Satz einer Hochschaubahn glich, sondern weil das Publikum sie zumindest an diesem Tage nicht wirklich ins Herz schloss.

Im Match im Louis Armstrong Stadium, der zweitgrößten Arena der Anlage in Flushing Meadows, gab es letztlich kein Happy End für die Fans. Aber dafür für die 25-Jährige, die seit heuer unter rot-weiß-roter Fahne serviert. Dass sie gegen die doch etwas fehlerhafte Anisimova im zweiten Satz (gegen die Nummer zehn der Welt sei dies aber entschuldigt) ins Straucheln kam, nimmt sie sich als Anleihe für die weiteren Aufgaben. „Ich bin immer noch im Lernprozess.“ Sie sei selbst ein bisschen verrückt. „Aber auf eine gute Art.“

Neuauflage Linz-Finale

Auf eine gute Art muss sie am Montag in ihrem ersten US-Open- und ihrem dritten Grand-Slam-Achtelfinale auch gegen eine noch stärkere Dame bestehen: Mirra Andrejewa. Die Russin schlägt als regierende French-Open-Siegerin im Big Apple auf. Anzunehmen, dass der Teenager noch mehr Widerstand als Anisimova leistet.

Widerstände bekommt sie auch in der selbst erwählten neuen Heimat, mittlerweile ist sie aber auf Wohnungssuche. Und nach Linz kommt sie auch immer gerne.„Ich habe noch nie so viel Unterstützung erhalten“, sagte sie nach ihrem Finaleinzug beim Upper Austria Ladies. Richtig „wie zu Hause“ hätte sie sich gefühlt. Dass es nicht mehr wurde, sprich der erste Turniersieg einer Österreicherin in Linz, lag freilich auch an der übermächtigen Gegnerin: Mirra Andrejewa.

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Für beide, für Potapowa als auch für Andrejewa, war Linz besonders wichtig. „Anastasia hat sich damals nach einer Formkrise wieder nach oben gespielt und sich endgültig den Platz im Hauptbewerb der French Open gesichert und bei Andrejewa ging es ab da auch aufwärts, sie hat in Paris dann gewonnen“, erinnert sich Linz-Turnierdirektorin Sandra Reichel, die beide Frauen ins Herz geschlossen hat. „Anastasia hat sich sehr wohl gefühlt, war enorm zugänglich, und Mirra ist generell sehr herzlich und bodenständig.“

Reichel selbst sieht Andrejewa als leichte Favoritin, aber: „Anastasia hat ihr Mindset gefunden und spielt auch auf Hartplatz sehr stark. Es wird auf jeden Fall eine sehr gute Partie.“

Geschlagen hat sie die mittlerweile 19-jährige Russin schon einmal. Das war bei einem kleinen Turnier in Tunesien, und ihre heutige Gegnerin war damals 15. Kein Match, das in die Annalen der Tennisgeschichte eingehen wird. Aber vielleicht diese jetzt. Zumindest in die rot-weiß-rote. Obwohl mit Judith Wiesner, Barbara Schett und Sybille Bammer bereits drei Österreicherinnen im Viertelfinale in New York standen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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