
KI kann die Bruttowertschöpfung in Österreich um 18 Prozent bzw. 72 Milliarden Euro steigern. Zu diesem Schluss ist eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica gekommen, die 2024 von Microsoft in Auftrag gegeben wurde. Darauf aufbauend wurde nun in einer aktuellen Studie untersucht, in welchen spezifischen Bereichen KI die größte Wirkung erzielen kann. Wie sich zeigt, liegen 54,9 Prozent des gesamten KI-Potenzials in nur vier Bereichen.
42 Milliarden Euro alleine in vier Sektoren möglich
Die industrielle Herstellung von Waren, der Handel, das Finanz- und Versicherungswesen sowie freiberufliche und technische Dienstleistungen sind jene Bereiche, in denen durch Künstliche Intelligenz das größte zusätzliche Wertschöpfungspotenzial gehoben werden könnte. 42 Milliarden Euro könnten alleine darin erwirtschaftet werden. „Die Ergebnisse zeigen, dass sich Österreichs KI-Potenzial auf einige besonders relevante Hebel konzentriert“, sagt Economica-Leiter Christian Helmenstein.
Österreich bei KI-Nutzung auf Platz 18
EU-weite Erhebungen zeigen, dass österreichische Unternehmen KI bereits häufiger einsetzen als der EU-Durchschnitt. Gleichzeitig bleibt das Nutzungsniveau ausbaufähig. Der heutige Einsatz konzentriert sich vor allem auf text- und sprachbasierte Anwendungen, während Bildverarbeitung, Deep Learning oder autonome Systeme bislang nur begrenzt genutzt werden. Im AI Diffusion Index des Microsoft AI Economy Institute liegt Österreich mit einer KI-Nutzungsrate von 34,1 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung weltweit auf Rang 18.
KI soll Fachkräftemangel ausgleichen
„Künstliche Intelligenz ist die größte Disruption unserer Zeit und bietet enorme Chancen für den Wirtschaftsstandort Österreich“, sagt Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll. „Die Studie zeigt, dass wir gute Voraussetzungen haben, um dieses Potenzial zu nutzen.“ Der öffentliche Sektor zählt zu jenen Bereichen, die bereits unter strukturellem Anpassungsdruck stehen. Gerade dort, wo Fachkräftemangel, demografischer Wandel und steigende Anforderungen zusammentreffen, bestehe laut Studie erhebliches Potenzial für den gezielten Einsatz von KI.
„Jetzt gilt es, technologisches Potenzial in konkrete Wertschöpfung zu übersetzen“, sagt Hermann Erlach, General Manager Microsoft Österreich. „Dafür braucht es Investitionen in digitale Infrastruktur, Qualifizierung und die konsequente Umsetzung von KI in Unternehmen und Organisationen.“
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



