Russische Soldaten: Rückzahlung von Prämien bei Straffälligkeit

Politik

Zeitsoldaten sollen nach dem Willen des russischen Verteidigungsministeriums bei Straffälligkeit einen Teil ihrer Antrittsprämien zurückzahlen. Hintergrund ist die Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt unter denjenigen, die an Russlands Krieg gegen die Ukraine teilnehmen. Wie aus dem am Montag veröffentlichten Gesetzentwurf hervorgeht, will das Verteidigungsministerium im Falle einer Straftat einen Teil der Einmalzahlungen zurückfordern.

Das soll dazu dienen, „die Motivation des Militärpersonals zur Einhaltung der Gesetze zu erhöhen“. Russland lockt Freiwillige für den Krieg gegen die Ukraine mit Einmalzahlungen von umgerechnet mindestens 4.000 Euro, die je nach Region auch deutlich höher ausfallen können.

Gewalt nicht offiziell dokumentiert

Russland veröffentlicht keine offiziellen Statistiken über häusliche Gewalt durch Militärangehörige. Medien berichten jedoch unter Berufung auf Daten von Militärgerichten von Hunderten solcher Fälle – darunter auch Morde –, die sich seit Beginn der Invasion im Jahr 2022 ereignet haben.

Soldaten können wegen der Geschehnisse im Krieg unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Die Traumatisierung kann Gewaltausbrüche zur Folge haben, so sie unzureichend oder gar nicht behandelt wird.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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