Sandra Bullock und Nicole Kidman: Verliebt in eine Hexe

Kultur

Gott sei Dank ist sie wieder zurück: Sandra Bullock, die sich nach dem Tod ihres Lebenspartners Bryan Randall aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hatte, hat – man muss es zugeben – auf der Leinwand etwas Magisches. Sie strahlt eine Aufrichtigkeit aus, die man eben hat oder nicht. Die man sich auch mit dem besten Schauspiellehrer nicht antrainieren kann.

Bullock konnte davon überzeugt werden, ein zweites Mal nach 1998 in die Rolle der Sally Owens, Nachfahrin einer der größten amerikanischen Hexendynastien, zu schlüpfen. Natürlich wieder an der Seite von Schwester Gillian (Nicole Kidman) und ihrer Tante Jetty (Dianne Wiest) und deren Schwester Frances (Stockard Channing). Sallys Töchter Kylie und Antonia (Joey King und Maisie Williams) komplettieren die Hexenrunde.

Zauber der Liebe

Wie schon Generationen davor sind die Owens-Frauen mit einem Fluch belastet: Die Männer, in die sie sich verlieben, sind dem Tod geweiht. Haben rätselhafte Unfälle oder werden plötzlich krank. Als Kylie sich in den sympathischen Gideon verliebt, ist Feuer am Dach. Der Fluch muss gebrochen werden.

Geschenkt, dass Sally und Gilly sich nun richtig ins Zeug legen, was ihre Hexenkräfte betrifft. Geht es doch ums Glück der geliebten Tochter/Nichte. Hilfe erwächst ihnen in Person des äußerst attraktiven Professors Wright, einem Spezialisten für Obskures. Der erste Kontakt mit ihm ist für die Schwestern eine Offenbarung: Von einem bösen Zauber gelähmt, liegt „Professor Tattoo“ nackt auf seinem Bett – Sally und Gillian befreien ihn davon, nachdem sie ausführlich geschaut haben. Der Amerikaner Lee Pace ist sehr überzeugend in seiner Rolle. Am Ende überzeugt er auch Sally von seinen Qualitäten.

  Serie „South Park“ nennt sich in „South America“ um: Reaktion auf Trump

Bier greift tief in den Kitschtopf und feiert hingebungsvoll die Kraft und den Zauber der Liebe, aber sie macht es auf eine mitreißende Art. Kann sich dabei voll auf ihr großartiges Schauspielerinnen-Ensemble verlassen – eine magische Hexenbande, die eisern zusammenhält. Wer Evan Rachel Wood, die im ersten „Practical Magic“-Teil die Kylie spielte und jetzt durch Joey King ersetzt wurde, vermisst: Sie wurde angefragt, sagte aber von sich aus das Projekt ab. Der zweite Teil ergebe für sie keinen Sinn.

Zauber des Kitschs

So sitzt man fast zwei Stunden im Kino und ergibt sich dem Zauber des holzvertäfelten, mit Krimskrams vollgestopften Hauses der Hexen. Freut sich, wenn die Mädchen Glücksmomente erleben, die Mama beziehungsweise Tante den Bösen einheizen und leidet, wenn der Tanten Schicksal besiegelt ist. Ein schönes Kinomärchen.

INFO: USA 2026. 110 Min. Von Susanne Bier. Mit Sandra Bullock, Nicole Kidman.

…read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.